Hey I’m back :)

Dieses Comeback ist mindestens genauso legendär wie das der Backstreet Boys! Genauso spektakulär wie das Comeback des Box-Champions Muhammad Ali (das war der erste Beitrag, der mir von Google zu “spektakuläre Comebacks” angezeigt wurde, oke!) und genauso berührend, wie das Comeback der Kelly Family! Wie sehr habt ihr euer granny-poser-girl vermisst? Mindestens so sehr, wie einen leichten Regenschauer im Sommer, der die Luft abkühlt… oder eher wie eine Sommergrippe, dank der ihr das ganze Wochenende im Bett, anstatt am See verbringen müsst?

Okay, ich höre mal auf mit dramatischem Blabla! Ähm, ja, ich bin “zurück?”

Ja also ich will das eigentlich gar nicht so groß aufziehen,

ich hab halt einfach wieder Lust meine selbstgenähten Sachen zu zeigen. 🙂

Mir hat das eigentlich immer total Spaß gemacht, aber nach meiner Bachelorarbeit, die ich letzten Sommer abgeschlossen habe, habe ich mich irgendwie super unkreativ gefühlt. Ich hatte keine Lust mehr auf das alles, wollte mich nicht mehr zeigen, habe mir selbst zu viel Druck gemacht damit, dass alles so voller Bedeutung sein muss, dass ich eine Message vermitteln muss, dass ich Stellung einnehmen muss! Aber “Müssen” und “Zwang” killt jeden Spaß! Ich finde es schon wichtig, nicht sinnlos Produkte anzupreisen und finde es nicht interessant, wenn “Influencer” einfach nur austauschbare Werbeflächen sind, aber ich glaube, das bin ich auch nie gewesen… hoffe ich…

Also kurzes Lebensupdate:

Ich bin im Dezember nach Berlin in eine WG gezogen. Es war meine erste WG Erfahrung und das war ganz lehrreich für mich! Denn auch wenn ich die zwei Mitbewohner sehr mochte, hat es mich unfassbar gestresst, abends nach Hause zu kommen und nicht meinen eigenen Raum zu haben. Klar, man hat sein eigenes Zimmer, aber meines war ziemlich klein und ihr wisst ja wie es aussehen kann, wenn man mal seine Stoffe & Zutaten zum kreativ sein ausbreiten möchte: dafür war dort irgendwie kein Platz ): Außerdem finde ich es auch schön abends ein wenig die Ruhe zu genießen, nachdem man den ganzen Tag von Menschen umgeben war, aber das kann und wollte ich in der WG natürlich nicht verlangen… “Hallo, ich bin jetzt wieder da, könnt ihr bitte alle gehen?” Also war mein learning daraus: WG ist nicht mein Ding, ich kann da schwer kreativ sein und fühle mich irgendwie nicht so frei ): sorry an meine zwei Ex-Mitbewohner, lag nicht an euch!
Also haben Maja und ich das unfassbare geschafft: wir haben eine Wohnung in Berlin gefunden! Zugegebenermaßen sind wir etwas “außerhalb” aber da ich schon gemerkt habe, dass Berlin “Mitte” nicht so meine Ecke ist, finde ich es perfekt für uns (:
Nun zu meinem Job: Ich arbeite in einem Unternehmen, das Schnittmuster entwickelt, der ein oder andere wird es eventuell kennen (; ich bin Teil des Pattydoo-Teams (: Ich helfe dort Content zu entwickeln, suche nach neuen Ideen, mache Fotos, schreibe Texte vor und ganz viel anderen Kleinkram (: … Da ich mich gerade wieder täglich super intensiv in der DIY-Szene rumtreibe, kam für mich wieder die Lust meine eigenen Ideen weiter zu verfolgen, verständlich oder? (: Die Arbeit macht mir total Spaß und ich habe vorher gar nicht verstanden, was ich mir durch diesen Blog eigentlich alles schon beigebracht hatte, was ich nun auch im Job anwenden kann! 🙂 Ich habe die letzten Monate auch immer fleißig genäht, hatte aber kein Bedürfnis danach die Sachen irgendwie zu fotografieren oder mich zu inszenieren… but that’s ove now 😀 poser-Jessy is back!

Was möchte ich also?

Naja, irgendwie macht es mir ja schon Spaß mich ab und zu selbst zu inszenieren, Fotos zu machen, mich hier auszuleben und ich hoffe einfach, dass ich den ein oder anderen inspiriere! Mir macht es total Spaß coole Fotos zu machen, einen Instagram-Feed zu planen, Fotos zusammen zu stellen, Ideen zu entwickeln usw. Also mein Ziel ist: das machen, worauf ich gerade Lust hab und dafür irgendwie eine Form zu finden 😀 und dann die Weltherrschaft an mich reißen! Klingt nach einem Plan, oder?

Achja und da es hier ja irgendwie auch um die selbstgenähten Sachen geht, die ich da auf den Bildern an habe:

ja es sind Röcke.

Nein, es gibt kein Schnittmuster dafür, denn ich habe einfach Rechtecke an meinen Körper angepasst… den kurzen Rock mit einem Gummibund, den Langen mit einer Knopfleiste und oben gelegten Falten. Es ist so spektakulär, dass ich dafür heute leider keine Anleitung habe 😛 Ich habe alles auch schon vor ein paar Monaten genäht, aber da die flower-power Phase bei mir gerade erst wieder beginnt, dachte ich, das muss ich euch mal zeigen (: Es werden sicherlich noch ein paar Flower-Teile folgen!!!
Wenn ihr gerne mal wieder selbstgenähte Sachen von mir sehen wollt, dann folgt mir am besten auf Instagram, dort verpasst ihr am Wenigsten von meinem spannenden Leben 😛 😀

I hab euch liep ihr kleinen Nähhasen!!!

und ich habs vermisst hier meinen Gedankenkram runter zu schreiben (:

Selbstzweifel

Heute geht es um: das Aussehen, Selbstzweifel und das Bloggen


Vielleicht ist es dem ein oder anderen aufgefallen, dass ich mich nicht mehr viel zeige.
In meinen Instagram Storys sieht man hauptsächlich Maja und auch die Fotos die ich hier mache beschränken sich auf wenige Male,
an denen ich mal die Kamera raushole. Definitiv nicht mehr so regelmäßig wie früher!

Ich bin, wie vermutlich die meisten von uns da draußen, sehr selbstkritisch mit mir selbst. 

Ich definiere mich, vor allem natürlich auf Social Media Platformen, über mein Äußeres.
Hier kann ich mich präsentieren, wie ich möchte und hier kann ich entscheiden, was ich von mir zeige.
Doch in letzter Zeit habe ich mich mehr in mich zurück gezogen.
Ich laufe gerade oft rum wie der letzte “Penner” – irgend eine Jeans – irgend ein Oberteil – fertig – los gehst!
Das liegt einerseits natürlich daran, dass Maja einfach nicht die schickste Gardarobe zulässt bzw. ich im Wald auch einfach nicht geil aussehen muss (und will).
Maja hat da sicher meiner Garderobe einen Schubs von “stylisch” zu “praktisch” gegeben aber viel ausschlaggebender ist eigentlich,
dass ich mich gerade einfach in meinem Körper nicht wohl fühle.

Ich habe oft das Gefühl, dass ich mich in meinem Leben nur auf sehr wenige Dinge gleichzeitig konzentrieren kann. 
Uni, Blog, Hund, andere Spinnereien, die mir noch im Kopf rumschweben usw. nehmen gerade meine ganzen Gedanken so sehr ein, dass mein Aussehen
und mein Körper sehr weit nach hinten gerutscht ist. Der Blick in den Spiegel wird seltener, ich beschäftige mich gerade einfach nicht so sehr mit mir,
was einerseits sicherlich auch positiv zu werten ist, andererseits aber dazu geführt hat, dass ich mich auch etwas gehen lassen habe.
Für mich ist Aussehen definitiv nicht das Wichtigste aber man hat ja mindestens ein Bild von sich selbst, dem man entsprechen möchte.
Dazu kommt dann noch meine Schwäche für Schokolade bzw. der Fakt, dass ich auch ein Stressesser bin und in anstrengenden Zeiten oft den Stress über Essen kompensiere.


Das wäre ja alles nicht so schlimm, wäre ich letzt endlich zufrieden mit mir.

Ich vermeide gerade den Blick in den Spiegel so gut es geht und wenn dann doch mal ein Tag ist,
an dem ich mich für irgend einen Anlass etwas “hübscher” machen möchte, bin ich frustriert, dass mein Aussehen nicht meiner Vorstellung entspricht.

Nun habe ich auch noch diese tolle Webseite hier angefangen, auf der ich meine neu genähten Outfits an MIR präsentiere und an MIR fotografiere.

Das bedeutet: dieses aktuell sehr ungeliebte Ding namens Körper
muss auch noch für die Ewigkeit festgehalten werden!!!

In letzter Zeit ist mir die Lust nach bloggen und fotografieren also gehörig vergangen. Ich nähe gerade auch kaum etwas für mich – das aber eher aus Zeitgründen!
Die Sachen die ich euch in letzter Zeit ja präsentiere habe ich ja schon vor längerer Zeit genäht.

Nun stellt sich für mich letzt endlich die Frage: wie finde ich einen perfekten Weg für mich?
Es gibt ja letzt endlich drei Wege:
1. entweder ich zeige mich nicht mehr und muss die Outfits an Puppen oder anders fotografieren.
2. ich lerne mich nicht mehr ganz so sehr “gehen zu lassen”.
Oder 3. ich lerne damit umzugehen, dass es mir egal ist was andere Leute über mich denken.
Ihr könnt euch ja überlegen für welchen Weg ich mich wohl entschieden habe.
Hauptsächlich für 3 aber natürlich auch noch ein bisschen für 2 – nur ist 3. langfristig der sinnvollere Weg!

Also liegt es einerseits an meinem Fokus, der gerade ganz wo anders ist, was ich ehrlich gesagt nicht schlimm finde – ich finde es gut, dass meine Welt sich nicht um mein Aussehen dreht.
Aber andererseits liegt es auch an meinem nicht soo gesunden Lebensstil und meinem schlechtem Selbstbewusstsein – was schon nicht so optimal ist und definitiv geändert werden muss!!!


Es ist ein never ending Thema bei mir und wer meine Texte liest (falls sie überhaupt jemand liest) wird hier vielleicht ein Muster entdecken:
Ich habe einfach immer Schiss davor, wie andere Leute mich sehen!!!

Aber ich möchte auch keine perfekte Fassade sein.

Ich möchte keine dieser Bloggerinnen sein, bei der alles immer toll ist und die das eigene Leben scheinbar perfekt im Griff hat.
Denn Ich selbst falle immer wieder darauf rein und beginne diese Menschen dafür zu bewundern, wie toll sie ihr Leben organisieren,
obwohl ein Blick hinter die Kulissen vermutlich etwas ganz anderes zeigen würde!!! Ich möchte ein bisschen mehr Blick hinter meine Kulisse zeigen.
Ich möchte einen Einblick in meine Gefühlswelt geben und damit vielleicht mehr Frauen berühren,
die ähnliche Selbstzweifel wie ich haben und sich auch von diesen perfekten Fassaden eingeschüchtert fühlen.
Ich möchte das Thema Blog auch dafür nutzen, was es früher war: eine Art öffentliches Tagebuch.
Es fällt mir schwer aber ich kann ja immerhin kontrollieren, was ich hier heraustrage.

Ich kann euch sagen: an dem Tag, als diese Fotos entstanden sind,
habe ich mich extrem unwohl gefühlt und hätte mich am liebsten mal wieder vergraben!!!

Es hat aber gut getan die Fotos doch zu machen und zu merken: so schlimm ist es vielleicht doch nicht!!!
Du kannst es mit der richtigen Perspektive doch so darstellen, dass dir das Ergebnis am Ende doch gefällt!
Und selbst wenn: mein Körper ist nicht das, was mich ausmacht! Er definiert nicht meinen Charakter und macht mich als Mensch nicht besser oder schlechter!

Ich verstehe immer mehr, dass meine Selbstzweifel und meine Angst vor der Bewertung Anderer nur dadurch zu lösen ist, dass ich mich frei von der Meinung Anderer mache.
Das kann ich aber nur, wenn ich anfange die Dinge zu machen, hinter denen ich wirklich stehe.

Es ist also eine niemals endende Reise auf der Suche nach mir selbst,
nach dem was mir wirklich am Herzen liegt. 

Und mir liegen solche Texte am Herzen, daher werde ich sie hier mit einfließen lassen und meine Gedanken in die Welt hinaus schicken. (:
Denn es gibt noch viele Themen, die mir wichtig sind und die ich hier verarbeiten möchte.
Und ich möchte mich langfristig auch nicht nur über mein Äußeres definieren und meinen Blog darauf aufbauen,
dass ich toll vor der Kamera rumhampel, sondern ich möchte ehrlicher sein und authentischer.

Da muss ich jetzt doch mal noch ein Zitat aus dem Lied “Authentizität” von Dexter & Fatoni einwerfen:

Scheiß auf Authentizität, ich will einfach nur ich selbst sein.
Und die Frage ist, wie ist man denn überhaupt sich selber?

So ein etwas emotionalerer Text, der mal wieder darauf hinaus führt, dass ich lernen muss auf die Meinung anderer zu kacken – bin ich grade dabei (:

So, was könnte ich denn noch zu dem Oberteil schreiben?
Achja: die Stoffe kommen von unterschiedlichen Kleidungsstücken, wenn ich es richtig in Erinnerung habe von Röcken.
Damit man vorne die Naht nicht sieht, habe ich den Streifen drauf genäht (:
Schaut auch bei RUMS vorbei für weitere Inspiration.
Der Schnitt ist der Selbe wie der des Upcycling Oberteils Hier.

Was hältst du vom Oberteil?
Schreib mir gerne einen Kommentar oder auch deine Gedanken zum Text!!!

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

#12coloursofhandmadefashion – black dezember – Burda Masterpiece Award

Hallo ihr Lieben,
bei der letzten Farbe des Jahres hat Selmin von tweedandgreet einen Klassiker herausgesucht: schwarz (:
Es war so schön bei dieser Aktion ab ca. der Hälfte des Jahres teilnehmen zu können
– ich bin sehr gespannt, ob Selmin eine ähnliche Aktion für nächstes Jahr geplant hat!

Bei meinem Kleid für #12coloursofhandmadefashion muss ich nun aber mein kleines Meckermaul auspacken!

Keine Sorge Selmin – es geht nicht um deine 12coloursofhandmadefashion (: Die fand ich super!!!
Ich bin jemand, der selten die Klappe aufmacht und Themen anspricht, die mich stören.
Ich finde es aber wichtig, dass man ab und zu seine Meinung sagt, wenn man denkt hier könnte Veränderung stattfinden.
Wichtig ist natürlich, dass die Meinung möglichst konstruktiv vermittelt wird und niemandem einfach nur ans Bein gepieselt werden soll!
Die deutsche Nähszene hat meiner Meinung nach einen etwas eingestaubten Ruf.
Ich seh mich nicht als der Messias der Nähwelt aber denke ich habe durchaus eine etwas andere Sichtweise auf Mode.
Nun zum Thema:

Habt ihr vom Burda Masterpiece Award von Burda mit Prym gehört?

Es ging um einen Schnitt, der für die Burda entwickelt werden sollte.
Der Schnitt wird auch online verfügbar sein – also jede von euch könnte ihn nachnähen!
Ich fand diese Aktion wirklich interessant und hatte sofort einige Ideen, die ich umsetzen wollte.
Nach einigem hin und her überlegen bin ich letzt endlich auf dieses Kleid gekommen.
Mit welchen Kriterien bin ich an dieses Kleid gegangen?
– Ich wollte etwas, das viele Frauen nachnähen können (also einigermaßen einfach)
– Ich wollte etwas entwickeln, das man in der Burda nicht schon 100Mal gesehen hat aber natürlich nicht komplett “abgespaced” und untragbar ist
Also im Prinzip ein Basic Teil mit interessanten Details, das vielen Frauen stehen kann.
– Ich wollte etwas designen, das modern ist und in unterschiedlichen Stoffen toll aussehen kann.


Mit dieser zusätzlichen Zeichnung und dem Bild oben hatte ich mich beworben und war guter Dinge, denn ich war wirklich Zufrieden mit meiner Idee.
Bänder und Schnallen sind gerade auch sehr im Trend und gerade Details wie die weiteren, gebundenen Ärmel sind definitiv ein Thema und gefallen mir gerade ziemlich (;
Nach einiger Zeit bekam ich einen Anruf: ich bin in der engeren Auswahl, Termine wurden abgeglichen und mir wurde gesagt,
dass ich informiert werde, wenn ich sicher dabei bin. Leider hat es dann doch nicht geklappt, was ich wirklich sehr schade finde.

Danke übrigens trotzdem für die kleine Entschädigung in Form von einem kleinen Zubehörpaket! 
Das soll natürlich auch nicht untergehen – darüber habe ich mich sehr gefreut!

 

Es gab ja wieder eine Nähchallenge und auf der Prym Facebook Seite bin ich auf die Bilder der “engeren Auswahl Modelle” gekommen.
Die fünf Finalistinnen hatten ihre umgesetzten Teile mitgebracht und ich war etwas verunsichert, als ich diese gesehen habe.

Achtung, jetzt kommt Jessys Meckermaul raus!

Die Kritik ist aber wie gesagt nicht böse gemeint!
Erstmal ist es natürlich immer schwer zu beurteilen, nach was die Jury sucht. Beim Wort “Masterpiece” erwartet man vielleicht etwas Aufwendiges, „Besonderes“.
Es gab einen Zweiteiler – Blazer und Hose mit hübschen Details, zwei Abendkleider, ein Dirndl und einen edlen Zweiteiler – Bluse und Hose.
Das Optische ist natürlich immer Geschmackssache, darauf möchte ich gar nicht so genau eingehen.
Mir geht es eher um das Thema:

Wie viele Nähbegeisterte Frauen könnten diese Modelle umsetzen,
wie viele Interessenten gibt es für die Kleidungsstücke und wie “anders” sind die Ideen?

Ich schätze meine Arbeit war im Vergleich dazu erstmal zu „einfach“.

Ich habe die Arbeiten der Anderen natürlich nicht im Detail gesehen und kann es von der Ferne nur schwer beurteilen aber das was ich gesehen habe,
würde ich eher als das bezeichnen, was man schon aus der Burda kennt und schon gesehen hat – zumindest drei der fünf Modelle.

Der Zweiteiler mit Blazer und Hose hatte durch den farblich abgesetzten Taillienbereich nochmal eine kleine Änderung aber sah sonst sehr klassisch aus (wie gesagt – von weitem!).
Das eine Abendkleid hat durch den besonderen Stoff das gewisse Etwas bekommen, das zweite Abendkleid sah Schnitttechnisch schon aufwendiger und neuartiger aus.
Das fand ich sehr positiv, obwohl hier vermutlich wenig Frauen Interesse daran hätten es nachzunähen, da es eben mal anders aussieht.
Bei dem Dirndl kann ich nicht beurteilen wie „klassisch“ oder „anders“ als schon bekannte Dirndl Modelle dieses ist.
Aber hier greift für mich mindestens der Punkt, dass weniger nähbegeisterte Frauen das umsetzen könnten und überhaupt Interesse daran haben.
Der edle Zweiteiler, der letzt endlich auch gewonnen hat – verdient, wie ich finde – war schnittechnisch schon anders als das, was man aus der Burda kennt.
Er hat, soweit ich es beurteilen kann – interessante Details. Das Gewinnermodell sieht machbar aus, auch für Leute die noch nicht ewig nähen
und sollte somit eine große Interessengruppe treffen – Glückwunsch also hierzu!
Der gewählte Stoff war auch sehr besonders und fiel nochmal zusätzlich positiv auf!

Ich möchte hiermit nicht sagen, dass ich hätte gewinnen sollen,

sondern dass ich es schade finde, dass für einen Schnitt in der Burda letzt endlich das in die engere Auswahl genommen wird, was man dort schon gesehen hat.
Ich will niemanden schlecht machen oder sagen, dass mein Schnitt so extrem andersartig ist aber ich denke,
dass mein Schnitt deutlich mehr Interessenten angezogen hätte als ein recht klassischer Blazer mit Hose oder ein recht klassisches Abendkleid
– auch wenn das bestimmt ein größeres „Masterpiece“ ist als mein Schnitt.
Vielleicht habe ich da einfach eher an das finale Endprodukt gedacht – nämlich den Schnitt für die Burda – als an das tatsächlich aufwendige Masterpiece.
Ich wollte lieber etwas, das viele Leute nähen können (rein von den Fähigkeiten her) und das gleichzeitig etwas anderes ist.

Und letzt endlich hat dann auch genau das Modell gewonnen, dass das meiner Meinung nach geschafft hat!

Ich rede mir jetzt einfach mal ein, dass ich das Ziel eben nicht ganz getroffen habe mit meinem „einfachen“ Modell
oder das Burda nicht schon wieder mich in der engeren Auswahl haben wollte 😀

Ich finde die Gewinnerin definitiv verdient und wirklich passend
aber die engere Auswahl verstehe ich eben einfach nicht ganz.

Ich hoffe es fühlt sich keiner von mir angegriffen, das ist eben meine Meinung und mein Eindruck, ich gebe ja auch zu,
dass ich kein Masterpiece erschaffen habe und daher dem Titel auch nicht ganz gerecht geworden bin
aber ich finde es einfach schön viele Menschen erreichen zu können, da habe ich meinen Fokus vielleicht anders gelegt als gewünscht.
Ich möchte auch nochmal besonders betonen, dass ich nicht die Optik der Modelle selbst kritisiere!
Das ist ja sehr subjektiv und es liegt mir auch fern darüber ein Urteil zu sprechen! Jedem gefällt etwas anderes und das ist ja auch gut so!
Hier findet ihr unter den Fotos ein paar Eindrücke der anderen Modelle.

Ich freue mich natürlich auch über Meinungen und Anregungen,
die nochmal ein anderes Licht auf das ganze werfen also schreib gerne, was du von dem Wettbewerb hältst oder wie du mein Kleid findest (;

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong (:

Bodypositivity


 

[Enthält unbezahlte Werbung für Stoffe.de – das Material wurde mir zur Verfügung gestellt]
Wie ausgelutscht ist das Thema Bodypositivity?

Auch wenn es schon sehr viel Input zu dem Thema gibt, ist das Thema meiner Meinung nach erst dann unrelevant, wenn wir alle von uns sagen können,
dass wir “im Reinen” mit unseren Körpern sind! Wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann, den ein oder anderen zum Nachdenken anzuregen,
dann werde ich diese Möglichkeit nun nutzen, indem ich ein paar meiner Gedanken dazu teile. Wenn du mit dir selbst keinerlei Probleme hast:
herzlichen Glückwunsch, ich hoffe ich komme auch irgendwann mal an diesen Punkt!!! Dann ist der Text für dich wahrscheinlich eher uninteressant.

Ich muss zugeben, dass dieser Beitrag mir gar nicht so leicht fällt!
Nach Filmen wie „Embrace – du bist schön“ (von dem ich übrigens nur den Trailer gesehen hab – shame on me!) sollten wir doch alle nackig durch die Gegend hüpfen
und sollten auf die Meinung anderer, was unseren Körper angeht, keinen Wert legen! Doch oh wunder: so ist es leider nicht.

 

Ich folge jungen Frauen wie Bodyposipanda (schaut euch ihren Instagram Account an – sie ist eine sehr inspirierende Frau!)
Wer sie nicht kennt: sie wiegt doch ein paar Kilos mehr als ich und zeigt sich total selbstbewusst
z.B. im Bikini tanzend, ganz im “Schüttel deinen Speck” Style – und sieht dabei einfach wunderschön lebensfroh aus!
Ich finde ihre Message großartig: sie steht dafür, dass man sich in jedem Körper wohl fühlen kann, dass jede Form und jeder Figurentyp schön ist!
Wir sollen uns in unseren Körpern sicher und wertvoll fühlen. Ich bewundere sie für ihre Selbstwertefühl und frage mich im gleichen Atemzug:
„kann ich mich im Badeanzug auf meinem Blog zeigen?“

„Aber die letzte Woche lief doch Sporttechnisch nicht so gut und ich hab auch etwas mehr Süßkram gegessen als sonst!
Vielleicht kann ich mich mal so zeigen, wenn ich 2-3kg weniger wiege…….!“ Solche Gedanken haben mich so lange beschäftigt bis ich mir gesagt habe:
„Nein! Genau deshalb solltest du dich nicht verstecken! Genau aus dem Grund, dass ich andere dafür bewundere, dass sie den Mut haben sich so zu präsentieren,
sollte ich es tun!“ Es ist ja immerhin nicht so, als würde ich mich hier nackt zeigen und wenn es mir selbst hilft,
meine Unsicherheit etwas mehr abzulegen, dann ist das doch die perfekte Gelegenheit! 😀

 

 

An mir selbst merke ich, dass ich mit zunehmendem Alter (ja ich bin schon echt alt!) immer besser mit mir klar komme.
Das liegt bestimmt nicht an irgend einer tollen Diät, einer modernen Fitnessform oder einem neuen Ernährungsplan: das liegt an meinen Gedanken und daraus resultierend auch an meiner Einstellung!
Vor allem im Teenager Alter beginnen viele von uns an sich zu zweifeln: bin ich richtig so? Was muss ich an mir ändern um (m)einem Schönheitsideal zu entsprechen?
Auch ich kenne diese Gedanken nur zu gut! Irgendwann habe ich zum Glück begriffen, dass es keinem Sinn macht einer oberflächlichen Vorstellung von mir selbst hinterher zu rennen!
Ich habe begriffen, dass ich mehr bin als nur mein Körper und dass mein Leben auch dann weiter geht, wenn mein Bauch nicht meinem Idealbild entspricht.
Mir ist klar geworden, dass das Thema Idealbild extrem unrealistisch ist und ich anfangen sollte mein eigenes Idealbild zu erschaffen! Und zwar ein gesundes, positivies Idealbild, dass mir nicht schadet!
Ich habe verstanden, dass es wichtig ist auf mich zu achten, auf meinen Körper aufzupassen, da ich eben nur diesen einen zur Verfügung habe!
Ich würde unglaublich gerne sagen, dass ich am Ende dieser Reise bin, aber das bin ich noch nicht.
Ich bin noch sehr selbstkritisch, es gibt bessere und es gibt schlechtere Tage; Tage, an denen ich zufrieden mit mir bin und Tage, an denen ich mich nicht gerne im Spiegel anschaue.
Aber das sehe ich mittlerweile als normal und vollkommen okay an und an den doofen Tagen beschäftige ich mich einfach weniger mit meinem Aussehen – dann ist das Thema auch weniger relevant!
Auch wenn man immer irgend etwas an sich findet, dass optimiert werden könnte, bin ich heute, im Vergleich zur unsicheren Teenager – Jessy, doch ganz zufrieden mit mir! 🙂

Und klar, mit seinem Körper zufrieden sein, bedeutet nicht, sich nackig im Internet präsentieren zu müssen!

Es bedeutet für mich aber, keine Angst davor zu haben, was andere von diesen Bildern denken könnten oder Gedanken darüber zu haben auf Grund von meiner Figur negativ bewertet zu werden! Es gibt nichts an unseren Körpern, wofür wir uns schämen müssen. Wenn ich also Badeanzugbilder präsentieren möchte, soll mich keine eigene Unsicherheit (auf Grund von einem gesellschaftlichen Idealbild) davon abhalten.

 

 

Es geht mir in diesem Beitrag nicht darum, einen ungesunden Lebensstil zu rechtfertigen so nach dem Motto “sich unter dem Stempel der Selbstliebe gehen zu lassen!”

Es geht darum auf sich selbst zu achten und mit sich selbst nicht “selbstzerstörerisch” umzugehen!

Es geht mir außerdem darum die Dinge, die die Natur dir mitgegeben hat, mit positiven Gedanken entgegen zu treten, auch wenn sie nicht deinem Idealbild entsprechen.
Klar kannst du z.B. deine großen Oberschenkel hassen, dich mit deinen Gedanken runter ziehen, dich so sehr darauf fixieren, dass jeder Blick in den Spiegel zur Qual wird,
jede Trainigs- und Ernährungsmethode nutzen um sie dünner zu bekommen und am Ende dein komplettes Leben um deine Oberschenkel kreisen lassen.
Oder du beginnst auf dich zu achten, regelmäßig Sport zu treiben, sie im Rahmen von “normalen” Methoden etwas zu verkleinern und versuchen dich nicht komplett auf deine “Problemzone” zu fokussieren!
Mit positiven Gedanken und Selbstliebe werden sie nicht so, dass sie deinem Idealbild entsprechen. Aber du wirst sehen, dass sie es dann auch nicht sein müssen, einfach weil es nicht wichtig ist!

 

 

Ich denke viele von euch werden die Bilder nicht schlimm finden und ich mag sie auch sehr!
Aber es geht ja auch nicht um die Bilder selbst, sondern um die Überwindung,
die es mich gekostet hat solche Bilder von mir zu machen und mich so im Internet zu präsentieren!

Ich weiß natürlich auch, dass ich keine abnormale Figur habe und nicht “dick” bin!
Aber in das Idealbild, in das ich mich jahrelang zwängen wollte, passe ich nicht hinein.
Das ist ja gerade das Schlimme an dieser Unsicherheit, die natürlich auch durch äußere, gesellschaftliche Bilder entstanden ist:
Sie kommt aus mir selbst und kann daher auch nur durch mich selbst geändert werden!
Und ich denke diese Bilder sind unter anderem ein Schritt in eine richtige Richtung!

Jeder, der die Bilder sieht, sollte sich außerdem bitte im Klaren darüber sein:
die Bilder sind zwar die Realität, in dem Sinne, dass ich nichts dünner bearbeitet habe ABER:
selbst Aspekte wie Pose, Lichteinstellung, nachträgliche Licht und Kontrastbearbeitung usw. machen einen großen Unterschied
und natürlich habe ich die Bilder ausgewählt, mit denen ich mich wohl fühle. Nichts, was wir im Internet gezeigt bekommen, ist ungefiltert.
Selbst der Bildausschnitt ist schon eine Art Filter! Und wir präsentieren uns natürlich alle so, wie wir gerne gesehen werden möchten!

Jetzt interessiert es mich aber auch, wie du zu dem Thema stehst!
Schreib mir gerne deine Meinung:
Würde es dir leicht fallen, Badeanzugbilder von dir im Internet zu veröffentlichen?
Ich bin gespannt, was du von den Bildern hältst!

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong 🙂

Deine JessicaLi

Zum Badeanzugbeitrag kommst du übrigens hier.
[der Stoff des Badeanzugs wurde mir von stoffe.de zur Verfügung gestellt]

Jeans deconstruction

 

Jeans Deconstruction.
In meiner Ausbildung habe ich gelernt, wie man ein Kleidungsstück ordentlich näht.
Offenkantigkeit und Fransen waren keine Option. Ein Kleidungsstück muss sauber verarbeitet sein.
Natürlich gibt es Traditionen und Wertevorstellungen, die auch das Nähen betreffen:
Gleichmäßige Stiche, tadellose Nähte und perfekte Details  zeigen, wie gut man das Handwerk beherscht.
Doch nun kommt mein Designstudium ins Spiel und hat mich in einen Konflikt gebracht:
Ich habe gelernt, dass jede Naht, jede Verarbeitung und jede Technik bewusst gesetzt werden soll
und dies auch bedeutet, dass man bewusst auf bestimmte Dinge verzichten kann und darf!
Eine Professorin erzählte uns von einem Konflikt mit ihrer Mutter, die gelernte Maßschneiderin war:
Es ging um die banale Wahl von Schulterpolstern. In Raglanärmel “gehören” andere Schulterpolster als in angsetzte Ärmel.
Das ist so, das lernt man als Schneiderin und so ist das richtig, so war zumindest die Meinung ihrer Mutter.
Dass die angehende Designerin nun die Schulterpolster aus ästhetischen Gründen vertauschte, ging nicht in den Kopf der Schneiderin.
Das ist nur ein kleines Beispiel meines Konfliktes, in dem ich mich sah, als ich begann Mode Design zu studieren.
Kannst du dir vorstellen, wie falsch für mich offene Säume waren?
In meinen Augen war es schlampig! Ich vermutete, dass die Studentin wohl keine Zeit mehr hatte die Säume fertig zu stellen.
Was könnte denn sonst der Grund dafür gewesen sein, etwas ungesäumt über den Laufsteg zu schicken?
So habe ich wirklich gedacht und merke jetzt erst, wie eingeschränkt ich war!
Die Jeans Deconstruction Serie mag für den ein oder anderen nicht außergewöhnlich erscheinen.
Es gibt ja mittlerweile viel “kaputtere” Kleidung, aber für mich war es eine kleine Rebellion.

Gegen meine eingefahrenen Denkmuster, gegen meine “Wertevorstellungen”!
Hast du auch schon Vorstellungen, wie ein Kleidungsstück aussehen muss, damit es “richtig” ist?
Ich lade dich hiermit ein, deine Denkmuster auch mal zu hinterfragen.
Bleib mir weiter kreativ, denn du weißt:

 

 

 

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