Jeans deconstruction

 

Jeans Deconstruction.
In meiner Ausbildung habe ich gelernt, wie man ein Kleidungsstück ordentlich näht.
Offenkantigkeit und Fransen waren keine Option. Ein Kleidungsstück muss sauber verarbeitet sein.
Natürlich gibt es Traditionen und Wertevorstellungen, die auch das Nähen betreffen:
Gleichmäßige Stiche, tadellose Nähte und perfekte Details  zeigen, wie gut man das Handwerk beherscht.
Doch nun kommt mein Designstudium ins Spiel und hat mich in einen Konflikt gebracht:
Ich habe gelernt, dass jede Naht, jede Verarbeitung und jede Technik bewusst gesetzt werden soll
und dies auch bedeutet, dass man bewusst auf bestimmte Dinge verzichten kann und darf!
Eine Professorin erzählte uns von einem Konflikt mit ihrer Mutter, die gelernte Maßschneiderin war:
Es ging um die banale Wahl von Schulterpolstern. In Raglanärmel „gehören“ andere Schulterpolster als in angsetzte Ärmel.
Das ist so, das lernt man als Schneiderin und so ist das richtig, so war zumindest die Meinung ihrer Mutter.
Dass die angehende Designerin nun die Schulterpolster aus ästhetischen Gründen vertauschte, ging nicht in den Kopf der Schneiderin.
Das ist nur ein kleines Beispiel meines Konfliktes, in dem ich mich sah, als ich begann Mode Design zu studieren.
Kannst du dir vorstellen, wie falsch für mich offene Säume waren?
In meinen Augen war es schlampig! Ich vermutete, dass die Studentin wohl keine Zeit mehr hatte die Säume fertig zu stellen.
Was könnte denn sonst der Grund dafür gewesen sein, etwas ungesäumt über den Laufsteg zu schicken?
So habe ich wirklich gedacht und merke jetzt erst, wie eingeschränkt ich war!
Die Jeans Deconstruction Serie mag für den ein oder anderen nicht außergewöhnlich erscheinen.
Es gibt ja mittlerweile viel „kaputtere“ Kleidung, aber für mich war es eine kleine Rebellion.

Gegen meine eingefahrenen Denkmuster, gegen meine „Wertevorstellungen“!
Hast du auch schon Vorstellungen, wie ein Kleidungsstück aussehen muss, damit es „richtig“ ist?
Ich lade dich hiermit ein, deine Denkmuster auch mal zu hinterfragen.
Bleib mir weiter kreativ, denn du weißt:

 

 

 

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Bauchtasche

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Letzten Sommer bin ich sehr oft im Tierheim mit Hunden spazieren gegangen. Es war warm und ich hatte in meinen bequemen Sporthosen oft keine Hosentaschen. Und selbst wenn, wären sie wahrscheinlich zu klein für Handy, Autoschlüssel und Kacktüten gewesen (: Wo hat die schlaue Jessy also ihre Wertsachen hin gepackt? In den Ausschnitt meines Sport BHs. Das ist leider kein Witz! (: Manchmal bin ich einfach sehr praktisch veranlagt!
Ich habe seit einigen Wochen ein neues Handy, da mir mein altes auf den Boden gefallen ist und seit dem nicht mehr angeht. Nachdem ich dann doch nicht wenig Geld für das neue Prachtstück ausgegeben habe, habe ich mir vorgenommen das neue Handy etwas besser zu behandeln! Also nichts mehr mit Sport-BH Tasche! Zum Glück habe ich ja eine Nähmaschine und genug Stoffreste um mir eine kleine Tasche oder, in meine Fall, eine Bauchtasche zu nähen! In der Videoanleitung findet ihr auch die Schritte, wie ich den Schnitt der Bauchtasche gemacht habe. Es ist wirklich nicht kompliziert, also auch für Nähanfänger geeignet. Ich werde definitiv noch ein oder zwei davon nähen und noch mit dem Volumen etwas spielen.
Zeigt mir gerne eure Exemplare, wenn ihr ein paar Stoffreste verarbeitet habt! mit dem #creativityisneverwrong auf Instagram könnt ihr eure Werke verlinken. Falls ihr sonst noch Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir diese gerne als Kommentar!
Und vergesst wie immer nicht:

 

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