Strickpulli: Stella McCartney Style 2

Wie oft näht ihr Basic Teile?

Lange hatte ich das Gefühl, wenn man etwas selbst näht muss es immer “etwas Besonderes” sein.

Ein schwarzes Basic Top, was man bei H&M für ein paar Euro bekommt, würde ich doch nie nähen.
Allein der Stoff kostet oft ja deutlich mehr als das fertige Teil in entsprechenden Geschäften.
Also habe ich, als ich angefangen habe zu nähen, ganz oft mit sehr fragwürdigen Stoffen gearbeitet.

So nach dem Motto “Alles, was man noch nirgends sonst gesehen hat, ist gut!”

Das sehe ich übrigens oft bei Nähanfängern: man ist so überfordert von der vielen Stoffauswahl und greift dann oft zu den Stoffen,
die vielleicht ein süßes Muster haben oder auf eine andere Art “anders” sind, man stellt sich aber das Kleidungsstück nicht als Ganzes vor.
Und dann hat man am Ende ein Kleid mit seltsamem Blumenstoff, der nicht schön fällt und das man so vermutlich nie im Laden gekauft hätte.
Nach und nach werden die meisten dann ruhiger in ihrer Stoffauswahl – genauso ging es mir auch nach einer Weile.
Die großen, auffälligen Blumenstoffe oder Grafikmuster sind zu Streifen und einfarbigen Stoffen in angenehmen Qualitäten geworden.


Nur ein kleines Beispiel meiner fehlgeschlagenen Stoffkäufe:

ich habe im Stoffladen einmal einen tollen Camouflage-Stoff gefunden, als Nähanfänger habe ich mir daraus mühsam eine Bluse genäht,
nur um am Ende festzustellen, dass der Stoff viel zu steif war für ein locker fallendes Kleidungsstück.
Heute hätte ich den Stoff vermutlich eher für das Futter eines festen Mantels genutzt oder ähnliches aber definitiv nicht als Oberteilstoff!
Aber da ich das Camouflage Muster so cool fand, musste ich es probieren
– das Teil hab ich später auf dem Flohmarkt verkauft – nachdem ich es nur wenige Male getragen hatte.

Trotz weniger Muster und weniger Bunt sollen die genähten Kleidungsstücke aber ja nicht langweilig sein.

Also ist die nächste Ebene der Schnitt: ich würde mich nicht als Profi in diesem Bereich bezeichnen,
ich veränder lediglich meine Lieblings-Grundformen in unterschiedliche Richtungen.
Ich mag es sehr, mit unterschiedlichen Details zu spielen – dann ist das restliche Kleidungsstück eher Basic, nur bestimmte Bereiche sind eben “besonders”.
Bei diesem Pulli sind es z.B. die Ärmel, die ich sehr verlängert habe und durch die zwei Bindungen in der Form verändert habe.

Im Vergleich zum ersten Stella McCartney Pulli ist dieser hier nicht ganz so, wie das Orignial geworden.
Ich hatte einfach zu wenig Stoff um die Ärmel weiter zu machen.
Trotzdem mag ich ihn sehr, hier kommt ihr zur Inspiration.

Schreibt mir gerne, was ihr von dem Pulli haltet oder was für seltsame Stoffe ihr schon vernäht habt (:
Diese Woche bin ich mal wieder bei RUMS dabei. Schaut dort vorbei für noch mehr Inspiration.

Bleibt kreativ, denn creativity is never wrong!
 
      

Valentinstags-Hundebett – ein Herz für Maja :)

 
Es ist Valentinstag!!! und ich bin Single. ):

Da ich keinen Typen zum Daten am Start habe und mein Herz eh gerade jemand anderem gehört,
habe ich beschlossen meine Liebe an diesem Tag anders auszudrücken.
Wer braucht schon Männer – ich habe Maja :’D
Sie ist vermutlich deutlich pflegeleichter als der ein oder andere Mann und kuschelt wirklich gerne 😛
Eigentlich ist mir der Valentinstag wirklich egal – auch wenn ich in einer Beziehung war, hat der Tag nie eine große Rolle gespielt
– aber diesmal hatte ich doch das Bedürfnis meine Liebe zu zeigen (:


Also habe ich Maja ein Herzkissen genäht (:

Die kleine Wurst ist ja leider noch nicht so ganz Stubenrein und hat sich auch schon des öfteren dazu entschieden ihr Bettchen zum Hundeklo umzufunktionieren.
Obwohl ich Handtücher drauf gelegt hatte, hat es dann eben doch das Bett mit getroffen. So musste ihre Bettchen schon des öfteren gewaschen werden.
Bei diesem Bettchen hab ich beschlossen deutlich praktischer zu werden: Man kann den Rand mit Druckknöpfen abtrennen.
Denn meistens ist ja nur der innere Bereich nass – die äußere “Wulst” braucht aber eben ziemlich lange zum trocknen.
Druckknöpfe annähen hat ewig gebraucht also wer einen stubenreinen Hund hat kann hier das Kissen und die Wurst einfach aneinander nähen –
bei kleineren Hunden passt das ja noch gut in die Waschmaschine und da ich meistens eh ein Handtuch auf dem Bettchen liegen hab, muss das ja eh nicht oft gewaschen werden.
Eine andere Option wäre sicherlich auch ein Reißvreschluss – da  hatte ich aber keinen der lang genug war und das ist sicherlich auch nicht so einfach anzunähen!

 


Maja hat sich gleich mal als super Hilfe beim Zuschnitt gezeigt 😀

Ich hab sie wirklich nicht gezwungen sich so hinzusetzen, das hat sie von alleine gemacht – ist sie nicht süß die kleine Maus? (:
die Herzkissen-Aktion wurde deutlich komplizierter als ich dachte und hat mich dann doch einen ganzen Tag gekostet
also zeig ich euch mal, wie es am Ende letzt endlich geklappt hat!


1. Holt euch im Stoffladen ein Kissenschaumstoff – meiner hat in der Fläche 40x40cm gemessen und der Rand ist 3cm hoch.
Ich habe mit Stoffresten gearbeitet, deshalb kann ich gar nicht genau sagen wie viel Stoff ihr ca. braucht aber ich schätze mal so 80cm braucht ihr schon.
2. Hier hab ich ein Herz aufgezeichnet – so groß wie möglich.
Erst habe ich eine Hälfte ausgeschnitten, diese dann auf die andere Seite geklappt und möglichst genau auf die andere Seite eingezeichnet.
So ist es einigermaßen symmetrisch geworden. Dicken Schaumstoff schneiden ist übrigens echt nicht so einfach 😀 Sehr ordentlich sieht das ja nicht aus!
3. Das Kissen habe ich dann auf meinen Stoff gelegt und mit 2-3cm mehr zugeschnitten.
Ihr habt ja beim Kissen nicht nur die Fläche sondern müsst auch die Breite von 3cm ausgleichen – wenn ihr das Herz genau gleich groß zuschneidet wird es euch später zu eng.
4. Das Herzkissen näht ihr runderhum ab – ihr müsst aber eine Öffnung von ca. 20cm seitlich zum Wenden lassen.
5. Die Nahtzugabe müsst ihr an den Rundungen und an den Spitzen zurück schneiden und könnt das Kissen dann umdrehen und bügeln.
6. Den Schaumstoff wird jetzt in das Kissen gezwängt und dort richtig positioniert, damit das Herz eben ganz ausgefüllt ist.
7. Die offene Seite schließt ihr dann per Hand.


8. Für den Rand habe ich einen Schlauch genäht.
Da ich nicht genug von dem Oberstoff hatte, habe ich ihn halb aus Oberstoff, halb aus einem weichen Kuschelstoff genäht, damit es für Majas Köpfchen bequemer ist.
9. Ich habe das halbe Herz ausgemessen – es waren bei mir ca. 75cm – im Ganzen habe ich also 1,50m Schlauch gebraucht. Ich habe ihn zur Sicherheit aber etwas länger gemacht.
Jedes Stoffstück ist ca. 16cm breit – ich rate euch auch den Schlauch mindestens so groß zu machen, dass ihr noch mit der Hand rein kommt – das ist später leichter beim Stopfen.
Wenn ihr den Schlauch aus einem Stoff macht könnt ihr ihn natürlich nur mit einer Naht schließen und hier ein 32cm breites Stück nehmen.
10. Ich habe dann die zwei Stoffstücke aufeinander genäht und den Schlauch dann gewendet.

  
11. Nun habe ich die Wurst ausgestopft mit alten Stoffresten. Meine Restekiste quillt eh bald über, da dachte ich könnte ich hier mal etwas aussortieren.
Natürlich habe ich nur weiche Stoffe genommen und damit den Schlauch gefüllt.
12. Ich habe dann von der Spitze des Herzes ausgehend die Mitte des Schlauchs positioniert und immer wieder Druckknöpfe an das Bett und den Schlauch genäht.
Das hat wirklich ziemlich lange gedauert, weil ich insgesamt ca. 14 Stück angenäht habe!
Da jeder Druckknopf ja zwei Seiten hat und ich manche auch nochmal neu positionieren musste war das echt meine Abendbeschäftigung!
Aber ich denke gerade für Hunde die noch nicht stubenrein sind lohnt sich das wirklich!
13. Als ich an dem oberen Bereich des Herzes angekommen war, habe ich die Schläuche auch per Hand geschlossen und somit sicher gestellt, dass sie nicht zu kurz oder zu lang sind.

Aus den Resten des Filsstoffes habe ich noch ein Ziehspielzeug für Maja gemacht.

Einfach 6 gleichlange Streifen zuschneiden, diese oben verknoten und zwei Stränge flechten.
Die unteren Bereiche habe ich zum Schluss wieder zusammen gefasst und unten zu einem dickeren Strang verflochten.
Letzt endlich ist es nur ein Herz, wenn man es genau so hinlegt aber das ist ja auch egal – Maja spielt gerne mit so Ziehsachen, das ist das Wichtigste (:
  
Die kleine Maus fühlt sich sichtlich wohl darin und hat mir heute gleich mal gezeigt,
was für eine gute Idee es war den äußeren Bereich mit Druckknöpfen zu machen: sie hat direkt mal drauf gepinkelt.
Naja das bekommen wir auch noch in den Griff!
Schreib mir gerne was du vom Hundebettchen hälst.
Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!
Bis bald!!!

Strickpullis – Stella McCartney Style


Ich lebe wieder!!!!

nachdem ich nun sicher 3 Wochen nichts oder fast nichts mehr gepostet habe, bin ich so langsam wieder back on track!
Ich hatte diese Beiträge schon vorbereitet, hatte aber die letzten Wochen wirklich keine Energie dafür sie online zu stellen und etwas Werbung dafür zu machen.
Ganz ohne Werbung wollte ich sie aber auch nicht in die Welt raus schicken. Dazu sind die Pullis, die ich genäht habe, einfach zu toll (ohne mich jetzt selbst loben zu wollen!)
Ich habe mein Semester nun fast geschafft, alle Abgaben sind so weit fertig, jetzt kommt nurnoch die Werkschau, bei der ich als Anziehhilfe an unseren Modenschauen helfen muss.
Das heißt: zwei Tage im Keller rumstehen und Models anziehen. Da meine Sachen aber auch auf der Modenschau gezeigt werden, ist es natürlich selbstverständlich, dass man selbst auch hilft. Mal sehen, wie das mit meiner kleinen Maja gemeinsam wird. (wer es noch nicht mitbekommen hat: siehe Instagram: ich habe einen kleinen Welpen bei mir rumhüpfen!)
Mehr dazu aber auf jeden Fall noch in einem Youtube Video bzw. ich habe auch vor euch ein bisschen was von meinem Semesterprojekt zu erzählen!
Nun aber zum vorbereiteten Beitrag:


Ich finde Stricken doof. Aber ich liebe Strickpullover.
Ganz schöner Konflikt oder etwa doch nicht? 

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, liebe ich zum Glück auch nähen!

Anfangs bin ich gar nicht auf die Idee gekommen mit Strickstoffen etwas zu nähen aber seit diesem Winter frag ich mich: warum eigentlich nicht?
Meine erste Erfahrung mit Strick nähen war ein sehr grober Strick, der beim Zuschneiden ziemlich aufgegangen ist!
Vielleicht lag es an dieser Erfahrung, dass ich Schiss davor hatte, dass sich die Nahtzugabe langsam auflöst und das Kleidungsstück zerfällt? 😀
Eigentlich werden die Einzelteile eines Pullis ja auf Form gestrickt und dann zusammen genäht.
Irgendwie hat es sich falsch angefühlt die Maschen zu zerschneiden und sie dann mit einem Overlockgarn in Form zu halten
aber so langsam traue ich mich ran an und ignoriere mein seltsames Gefühl dabei. Ist bei einem Jersey ja eigentlich nichts anderes – nur eben in sehr klein!


Als ich mal wieder bewundernd die Kollektion meiner liebsten Designerin durchgesehen habe,
bin ich auf zwei Pullis gekommen, die ich unbedingt nachnähen wollte.

Und welche Designerin könnte es sein? Natürlich Stella McCartney 🙂

Die Inspirationsquelle seht ihr hier. Ich finde meiner ist ihrem schon sehr ähnlich. (:
In letzter Zeit gefallen mir Bänder an den Ärmeln sehr und diese Bänder habe ich jetzt auch in meine Strickpullis mit einbezogen.
Ich finde den Look allgemein sehr entspannt und fühl mich so wohl darin (:
Der Schnitt ist sehr simpel:
zwei Rechtecke als Rumpf kombiniert mit zwei Rechtecken als Ärmel.
Ich habe mal wieder einen Stoffrest gekauft und aus diesem Stoff das Maximum rausgeholt.
Das Hinterteil ist mal wieder länger als das Vorderteil- das mag ich ja irgendwie sehr gerne – dieser Effekt wird natürlich durch den Tunnelzug verstärkt.
Die Ärmel sind auch etwas länger als nötig und werden durch den Tunnelzug an der Naht gerafft.
Übrigens auch ein super Spielzeug für hibbelige Menschen wie mich, die nicht unbedingt die Hände still halten können 😀

Ich bin diese Woche mal wieder bei RUMS dabei – schaut dort vorbei für noch mehr Nähinspiration 🙂
Was haltet ihr von dem Pulli? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Bleibt weiter kreativ, denn creativity is never wrong! Bis bald!!!

   

 

 

 

animal mix


Animal Print! Safari Style im wilden Pforzheim… ähm: RaWr? 

Samt: Klappe die Hundertste! Diesmal aber: Ausbrenner-Samt!!!
Hört das hier auch mal auf mit diesem Samt? Ich glaube nicht 😀 

[Werbung – Schnitte wurden mir von Schnittgeflüster zur Verfügung gestellt!
Meine Meinung ist davon aber nicht beeinflusst! Die Schnitte sind toll. Danke also für die Möglichkeit sie zu testen (:]
Ich bin schon so oft im Stoffladen um diesen Leo-Stoff herumgeschlichen!
Er ist leicht transparent und sieht mit dem Samtmuster wirklich schön edel aus (weiterer Pluspunkt: der Flauschigkeitsfaktor :D)!
Als die liebe Dani von Schnittgeflüster mir vor einigen Wochen die Möglichkeit gegeben hat, ein paar ihrer tollen Schnitte zu nutzen,
musste ich bei dem Oberteil Minerva sofort an diesen Stoff denken – für mich ist der leicht mädchenhafte Schnitt mit dem edleren Stoff eine tolle Kombi!

Ich finde Danis Style wirklich sehr schön und super modern!

Man merkt, dass sie sich an den aktuellen Trends orientiert und diese super lässig und bequem umsetzt!
Ich mag ihren Look wirklich total und auch in ihren Storys kommt sie super sympatisch rüber also:

vielen Dank dafür, dass ich mir dank deiner Schnitte dieses coole Outfit nähen konnte!



Ich habe für das Oberteil den Schnitt Minerva verwendet.

Vor einigen Jahren waren ja Peplum-Oberteile super in und ich hatte natürlich auch das ein oder andere Modell.
Danis Version ist wie ein weiter entwickeltes Peplum-Shirt, da es nicht super tailliert ist aber trotzdem nach unten weiter wird.
Also total bequem aber trotzdem entsteht eine schöne Silhouette ohne einzuengen.

Die Hose ist der Schnitt Mikkaela.

Hier finde ich sehr cool, dass der Schnitt einen edlen Style hat mit den oben abgenähten Falten aber erneut den Körper nicht einengt sondern bequem zu tragen ist.
Ich plane ja sehr gerne meine Posts in Kombinationen. Also war ich im Stoffladen auf der Suche nach einem Hosenstoff, passend für das Oberteil.
Einfarbig wollte ich nicht. Jeans kam irgendwie auch nicht in Frage. Ein weiteres Muster? Wahrscheinlich zu viel.
Dann bin ich über diesen Ausbrenner-Zebra-Stoff gestoplert und hab mich direkt verliebt (:
Ist die Kombi gewagt? Vielleicht, aber dadurch dass alle Farben recht unauffällig sind passt beides für mich super zusammen!
Ich fühle mich auf jeden Fall pudelwohl darin!

Stellt euch bitte mal beim rechten Bild vor, wie ich halb verkrüppelt auf dem Hocker hing,
den Rücken mit fehlenden Bauchmuskeln oben haltend,
aufs Handy starrend um meine Beinposition zu korrigieren – da hätte jemand echt ein behind the scenes Bild machen müssen. 😀
Sagen wir mal: Topmodel ist was anderes aber ich finde für das Foto hat es sich gelohnt (;


Ich habe mir außerdem ein neues Format überlegt,
in dem ich euch einfach mal mitnehme in meine kreative Woche.

 

Dank dem Erfolg von Instagram-Storys sieht man ja: viele möchten Einblicke in den Alltag bekommen, in den kreativen Prozess und in das Leben der Person.
Ich persönlich möchte euch in die Bereiche Einblick geben, weswegen ihr mich ja anscheinend abonniert habt:
meine kreative Welt, mein Alltag, was mache ich denn so alles für kreativen Stuff den Tag über?
Natürlich sind das nur Ausschnitte und kleine Einblicke aber diese sind dann längerfristig als eine 24h Story, die dann verschwindet.
Das Format Vlog fasziniert mich eh sehr, da ich es selbst super spannend finde einen Einblick in das Leben der Menschen zu bekommen,
deren Leben mich (zumindest in bestimmten Bereichen) interessiert.
Gerade im kreativen Bereich habe ich oft das Gefühl, dass ein großes Geheimnis darum gemacht wird, wie das ganze so entsteht also bekommt ihr bei mir mal einen kleinen Einblick (:

Auch heute bin ich mal wieder dabei bei RUMS – schaut auch dort vorbei für weitere Nähinspirationen (:

Bleibt weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

Brusttasche nähen – meine neue Hipbag


Brusttasche nähen – ein neuer kostenloser Schnitt! (: 

Ich wollte mir schon lange eine neue Brusttasche nähen!
Jetzt bin ich endlich dazu gekommen! Meinen Schnitt gibt es diesmal auch wieder dazu!

Zum Schnitt und zur Anleitung kommt ihr hier

Brusttaschen sind DER SHIT – Uh, jaja, so sprechen die coolen Kids da draußen (wahrscheinlich nicht :D)
Letzt endlich sind sie wahrscheinlich in Berlin schon wieder Out oder sind gerade an ihrem Hochpunkt
– das dauert ja auch alles immer etwas, bis es sich über das Land verteilt, aber ich bin gerade auch total auf dem Hype!
Nicht nur Hiptaschen, die quer über die Brust getragen werden, sondern auch kleine Taschen,
die man so quer über die Brust trägt, finde ich gerade ziemlich cool!


Ich wollte mir natürlich keine coole Adidas Version kaufen, sondern eine eigene, etwas “edlere” Version nähen.
Samt hat ja schließlich eher einen “edleren” Touch.
Wen man den aktuellen Trend beobachtet, merkt man, dass die Leute, die diesen Trend tragen, eher so im Jogginghosen-Gammelstyle rumlaufen.

Man hat oft das Gefühl, das ihr Motto ist:
umso unstylischer es aussieht, desto stylischer wird es!

Der absolute “I don’t give a fuck”-Look!!!
Finde ich prinzipiell schon sehr sympatisch, aber ich mag es eben auch mich “schön” anzuziehen!
Der Gammellook gibt mir einfach ein etwas anderes Lebensgefühl!
Jogginghose gibt mir eher so ein “daheim- nichts tun” Feeling – wenn ich also im Working Modus bin, hilft es mir durchaus, etwas “ordentlicher” auszusehen (:
Da ist die Samtversion perfekt für mich: Ein tolles Zwischending um nicht zu gammelig auszusehen aber den Trend für mich auch umzusetzen!
Ich wollte euch zeigen, wie ihr eure eigen Brusttasche nähen könnt:
Nachdem ich euch schon einmal gezeigt hatte, wie ich den Schnitt erstellt habe, habe ich jetzt noch einen einfacheren Weg gesucht:
Ihr könnt euch einfach den Schnitt selbst herunterladen! Eine Anleitung dazu gibts natürlich auch!

Die Anleitung und den Schnitt findest du hier.

Schreib mir gerne, was du von der Brusttasche hältst!

Außerdem wollte ich euch noch von einer ziemlich tollen Webseite berichten, die die liebe Eliza von DIY-Mode entwickelt hat:

Die Schnittmusterdatenbank!

Es ist eine Sammlung von kostenlosen Schnittmustern, die man auf unterschiedlichen Webseiten finden kann!
Mein Moonshirt ist dort auch schon vertreten und es gibt viele weitere, coole kostenlose Schnittmuster zu finden! Schaut da auf jeden Fall mal vorbei!!!

Heute sind wir auch mal wieder bei rums dabei 🙂
Schaut dort vorbei für noch mehr spannende Nähprojekte!

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

Brusttasche nähen

Brusttasche nähen

Hier gibt es die Anleitung zur Brusttasche
Ein Video habe ich auch erstellt, da der ein oder andere von euch sicher lieber Videos anschaut, als die Beschreibungen zu lesen (:

 

Hier gibts das Schnittmuster: JessicaLi Hüfttasche

klick auf den Link und es öffnet sich die PDF – dann kannst du den Schnitt runter laden (:
Dann kann es mit dem Brusttasche nähen auch schon los gehen!

Du brauchst je 1x die Klappe, das Rückteil und das Vorderteil im Oberstoff und im Futterstoff

Auf den Oberstoff habe ich eine etwas festere Einlage gebügelt,
das musst du aber individuell entscheiden, je nachdem wie fest dein Oberstoff ist.
Die erste Seite des Reißverschlusses näht ihr an die obere Kante des Vorderteils. Ich habe Futter und Oberstoff rechts auf rechts gelegt und den Reißverschluss quasi dazwischen geschoben, so dass die Zähnchen nach innen zeigen. Dann habe ich die drei Lagen zusammen gesteckt und zusammenFüßchenbreit abgenäht.  Wenn du noch nicht so geübt an der Nähmaschine bist, kann es auch helfen erst den RVS an den Oberstoff zu nähen und dann das Futter noch dazu anzunähen.

Dann bügelst du die Naht so aus, dass der RVS genau im Bruch liegt.
Die Nahtzugabe habe ich zurück gesteppt – auch wieder füßchenbreit.
Lasse am Anfang und am Ende der Naht noch ca. 2cm frei,
da du später an die Naht rankommen musst.

Genau das selbe machst du an der Klappe.
Wenn ich die zweite Reißverschlussseite nähe, stecke ich mir am Anfang am Ende und in der Mitte Nadeln,
damit diese Positionen schon einmal fix sind. Die restliche Mehrweite verteile ich dann auf der Strecke.
Wenn du von einer Seite ausgehend steckst, kann es gut sein, dass sich der RVS verzieht.

Näh das Rückteil oben an die Klappe an.
Ich habe das jeweils im Futterstoff und im Oberstoff gemacht.

Bügel dann die Nahtzugabe des Oberstoffes auseinander
und steppe sie an beiden Seiten der Naht fest.
Das gibt der Brusttasche einfach noch etwas mehr Stand.

Öffne den Reißverschluss, bevor du den nächsten Schritt machst – zumindest zur Hälfte!
Dann nähst du das Vorderteil und das Rückteil zusammen.
Die Seiten bleiben offen – die Nahtzugabe kannst du erneut auseinander steppen.

Das Futter kann jetzt auch geschlossen werden:
nähe so nah wie möglich von der Ecke aus die Kurven entlang.
In der Mitte muss eine Öffnung bleiben um das ganze später zu wenden.

Nähe dir ein Band, das die Maße 14cm x 8cm hat. halbiere es und
nähe mit einem Zentimeter Nahzugabe entlang. Dann drehst du das Band um.

Halbiere das Band und stecke es durch den D Ring.

Diese Schlaufe schiebst du nun in die Seite hinein und nähst mehrmals die Seite ab.
Hier liegt eine recht große Belastung drauf, also stell sicher, dass nichts ausreißen kann. Näh so nah wie möglich an den Reißverschluss und stelle sicher,
dass der Reißverschluss direkt aufeinander liegt.

So, jetzt ist es an der Zeit das Ergebnis umzudrehen.
drehe sie durch das Loch im Futter um und schließe dieses anschließend.

Nun brauchst du nur noch ein Band, mit dem du die Tasche trägst.
Ich habe mir erneut ein Band aus Samt genäht: 8cm breit zugeschnitten.

Ihr könnt hier aber auch eine Kette nehmen oder andere tolle Bänder.

Da ich diesen tollen Ring gefunden habe,
habe ich mir eine einfache Verschlussmöglichkeit überlegt.

Nähe eine große Schlaufe.
unterteile die Schlaufe in mehrere Bereiche, in dem du quer drüber nähst.
Somit kannst du nämlich unterschiedliche Größen einstellen,
falls du die Brusttasche um die Hüfte oder mal quer über die Brust tragen möchtest.

So jetzt kannst du auch deine eigene Brusttasche nähen! (: Schreib mir gerne, wenn du noch Fragen hast!

Nähoscars – mein Nähjahr 2017

Hallo ihr Lieben,

auch wenn man sich gerade vor Jahresrückblicken kaum retten kann, möchte ich nun auch bei der tollen Idee von Verfliest und Zugenäht mitmachen.

Ich möchte auch die Aufmerksamkeit nutzen, um euch allen Danke zu sagen!!!

Das klingt wirklich immer super stumpf aber letzt endlich ist dieses Jahr so viel passiert, vor allem “in mir”,
was hauptsächlich daraus entstanden ist, dass ich mich endlich getraut habe den Blog zu starten!
Ich habe so viele nette Menschen kennen gelernt und habe tolle und inspirierende Accounts in der Nähszene gefunden,
die für mich lange Zeit weniger interessant erschien!! Ich wurde eines Besseren belehrt!!!
Es ist einfach so schön diese Leidenschaft mit vielen Frauen teilen zu können und vielleicht die ein oder andere ebenfalls zu inspirieren (:
Ich möchte wirklich nicht schnulzig klingen aber das ist wirklich etwas, dass mir lange Zeit gefehlt hat, deshalb danke ich euch allen von Herzen für den Austausch!!!
Auch wenn ich die letzten Monate etwas inaktiv und weniger kommunikativ war, versuche ich jetzt im neuen Jahr wieder mehr Content zu bringen (:

Jetzt bin ich auch neugierig, was ich dieses Jahr so genäht habe, es kommt einem ja meistens nicht nach wirklich viel vor aber die Masse machts…

01. Beste/r HauptdarstellerIn – das liebste bzw. am häufigsten getragene Kleidungsstück:

Mein von Stella McCartney inspirierter Overall war mein Highlight dieses Jahr.
Den Schnitt hatte ich selbst konstruiert.
Der Stoff hatte schon lange auf einen passenden Einsatz gewartet und ich finde es hat sich gelohnt – ich bin wirklich total zufrieden mit dem Ergebnis!
Ich habe auch so viele Komplimente dafür bekommen, das war dann noch zusätzlich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen!
Hier findest du den ganzen Post (: Jumsuits waren ja allgemein ein großes Thema bei mir, dazu findest du auch hier noch mehr.


02. Beste/r NebendarstellerIn – das am besten zu kombinierende Kleidungsstück

Ich habe so viele tolle Teile, die ich richtig gut kombinieren kann aber am Einfachsten ist es doch mit einer Jacke: die zieht man drüber und sie passt meistens zum Outfit (:
Diesen Parka habe ich für meine Hamburgreise genäht und auch dort fotografiert.
Der Stoff kam von einem alten Vorhang und wurde erst durch die blaue Färbeaktion so wunderschön, wie er jetzt ist.
Ich liebe dieses riesen Ungetüm!!! (:
Hier kommst du zum Post.

03. Beste Regie – die aufwändigste Verarbeitung bzw. die technischste Herausforderung

Wer hätte gedacht, dass es mega lange dauert schmale Stoffstreifen in einen Mesh-Stoff zu weben? Wahrscheinlich jeder – außer ich natürlich!
Wenn ich mir was vornehme wird es auch durchgezogen – in diesem Fall wort wörtlich – so saß ich ewig an diesem kleinen Beutelchen und habe Streifen für Streifen in den Stoff eingearbeitet. Das Ergebnis ist dafür aber auch so cool geworden, wie ich es mir vorgestellt habe (:

04. Bester Schnitt – das Lieblingsschnittmuster:

Weil es so einfach und schnell zu nähen ist, aber auch wirklich cool und lässig aussieht:
das T-Shirt Kleid von fashiontamtam! Da hast du echt einen guten Job gemacht! Die zwei Teile sind bei mir wirklich in Dauernutzung!
Gerade durch die auffälligen Stoffe wird es für mich zum Hingucker, obwohl der Schnitt soooo einfach ist! (:
Hier kommt ihr zum Beitrag des Blumenkleids und Hier zum Pfauenkleid.
  

05. Bestes Drehbuch – die beste Anleitung bzw. das beste Ebook

Eigentlich hätte ich dieses Kleidungsstück zu “am Besten kombinierbar” “Lieblingskleidungsstück” und “bestes Schnittmuster” packen können,
aber andere Kleidungsstücke dürfen ja auch mal ihren Glanzmoment bekommen (:
Aber diese Momjeans ist einfach die Erfüllung meiner Hosenträume!!!!
Kira hat wirklich einen perfekten Schnitt für mich geschaffen und eine so tolle Anleitung dazu erstellt, ich bin wirklich beeindruckt!
Das Ebook beinhaltet ja auch eine zweite Jeans – die Skinny Version, die genauso toll passt, nur mag ich Skinny Schnitte gerade eben nicht ganz so sehr wie Mom Jeans! (:
Die Konstruktion von Hosen ist ja wirklich nicht easy und ich habe auch keine Standardmaße, daher bin ich umso glücklicher mit dem Ergebnis!
Ich habe mir mitlerweile schon drei weitere genäht!!! 😀 die muss ich euch unbedingt bald mal zeigen!
Hier kommt ihr zum ersten Beitrag und Hier zum zweiten!

06. Ehrenoscar – das schönste für jemand anders genähte Kleidungsstück

Ähm ist es jetzt peinlich, dass ich eigentlich nur für mich nähe?
Ich habe auch schon für meine Mutter genäht aber davon habe ich auch keine Fotos! ):
Tatsächlich bin ich bei anderen Leuten eher die Reparierqueen!!
Wenn ich Fotos von den Hosen einfügen könnte, die ich dieses Jahr repariert habe – wären es deutlich mehr – aber das ist eben einfach uninteressant 😀
Also ist mein “für jemand anders genähtes” Kleidungsstück für einen Wettbewerb genäht – zählt das auch?
Ich glaub das muss ich nächstes Jahr schleunigst ändern!!!
Hier ist der Link zum Beitrag.

07. Beste Kamera – die schönsten Bilder von eurem genähten Werk

Ich möchte ja wirklich nicht angeben aber dieser Punkt ist mir wirklich schwer gefallen!
Ich finde meine Bildqualität hat sich wirklich das Jahr über Schritt für Schritt verbessert und ich bin mittlerweile wirklich richtig zufrieden mit meinen Fotos!
Der nächste Schritt wäre dann wohl relaxed nach draußen zu gehen und einfach überall wo ich Lust habe mein Stativ aufzustellen. Das traue ich mich aber noch nicht (:
Der Key war übrigens: Tageslichtlampen und das Verbinden meines Handys mit meiner Kamera:
so sieht man direkt was man selbst tut und kann mit dem Handy auch auslösen – das erspart das ewige hin und her rennen und hoffen,
dass man auf dem Punkt steht, auf dem man scharf gestellt ist! Das können aber leider nur Kameras mit Wlan Funktion!
Dieses Shooting war eines der ersten etwas “aufwendigeren”, wo ich wirklich lange mit der Kamera herumgespielt habe! Hat sich gelohnt, wie ich finde (:
Ich bin immer wieder selbst erstaunt, wie hübsch ich doch aussehen kann 😀 😀 😀
das soll wirklich nicht nach “fishing for compliments” klingen, aber ich weiß mittlerweile,
wie ich mich vor die Kamera stellen muss und welche Seite meine Schokoladenseite ist (:
Hier findet ihr die Bilder.

08. Beste Visuelle Effekte:

Bei beste Visuelle Effekte ist mir gleich dieser toll glänzende Stoff eingefallen: der Rock ist so einfach genäht und so wunderschön!!!
Hier gehts zum Rock Post (:

09. Bestes Kostümdesign:

auch wenn ich hier nichts genäht habe sondern nur fleißig geschminkt habe,
bin ich doch sehr Stolz auf dieses Ergebnis, das ich nur mit Make-Up-Produkten geschminkt habe, die ich eh daheim hatte!!
Schaut Hier vorbei, wenn ihr das Entstehungsvideo sehen wollt – mir hat es total Spaß gemacht, denn ich hatte so ziemlich keine Ahnung was ich tue 😀

10. Bester Dokumentarfilm

Mein erster selbst erstellter Schnitt für meine Webseite: das Moonshirt (:
Sehr simpel und doch etwas “besonders” mit den unterschiedlichen Kombinationen und Längenmöglichkeiten (:
Hier kommt ihr zum Beitrag.
Außerdem habe ich für die Initiative Handarbeit Schnitte entwickeln dürfen – die findet ihr hier.
Eine Sporthose und einen SportBH habe ich auch entwickelt – die findet ihr hier.

11. Goldene Himbeere (Anti Oscar) – der größte Reinfall:

Auch wenn der Overall super bei euch ankam: er sieht in echt einfach kacke aus!
der Rücken wellt sich wie verrückt – obwohl ich den Reißverschluss bestimmt 10 Mal versucht habe neu einzunähen!
Da sieht man einfach: ohne Schnitt funktioniert so ein enges Teil mit Rückendetail einfach nicht!
Zusätzlich habe ich bei diesem Teil auch das erste Mal in meiner Nähkarriere in den Stoff rein geschnitten beim Versäubern!
Das Teil war einfach verflucht!!! Immerhin war es ein Upcycling-Projekt also ist kein teurer Stoff dabei drauf gegangen (:
Hier kommt ihr zum Beitrag über diesen Fail! 😀

So, ich hoffe jetzt, dass ihr alle gut ins neue Jahr rutscht und wünsche euch, dass ihr all eure Vorsätze möglichst lange durchhaltet 😛 😀

Danke Danke Danke nochmals für euer Feedback und euer Interesse,
das Jahr 2018 wird gut, das weiß ich, ihr dürft gespannt sein!!!

bleibt weiter kreativ, denn CREATIVITY IS NEVER WRONG!!!!

bis bald! (:

#12coloursofhandmadefashion – black dezember – Burda Masterpiece Award

Hallo ihr Lieben,
bei der letzten Farbe des Jahres hat Selmin von tweedandgreet einen Klassiker herausgesucht: schwarz (:
Es war so schön bei dieser Aktion ab ca. der Hälfte des Jahres teilnehmen zu können
– ich bin sehr gespannt, ob Selmin eine ähnliche Aktion für nächstes Jahr geplant hat!

Bei meinem Kleid für #12coloursofhandmadefashion muss ich nun aber mein kleines Meckermaul auspacken!

Keine Sorge Selmin – es geht nicht um deine 12coloursofhandmadefashion (: Die fand ich super!!!
Ich bin jemand, der selten die Klappe aufmacht und Themen anspricht, die mich stören.
Ich finde es aber wichtig, dass man ab und zu seine Meinung sagt, wenn man denkt hier könnte Veränderung stattfinden.
Wichtig ist natürlich, dass die Meinung möglichst konstruktiv vermittelt wird und niemandem einfach nur ans Bein gepieselt werden soll!
Die deutsche Nähszene hat meiner Meinung nach einen etwas eingestaubten Ruf.
Ich seh mich nicht als der Messias der Nähwelt aber denke ich habe durchaus eine etwas andere Sichtweise auf Mode.
Nun zum Thema:

Habt ihr vom Burda Masterpiece Award von Burda mit Prym gehört?

Es ging um einen Schnitt, der für die Burda entwickelt werden sollte.
Der Schnitt wird auch online verfügbar sein – also jede von euch könnte ihn nachnähen!
Ich fand diese Aktion wirklich interessant und hatte sofort einige Ideen, die ich umsetzen wollte.
Nach einigem hin und her überlegen bin ich letzt endlich auf dieses Kleid gekommen.
Mit welchen Kriterien bin ich an dieses Kleid gegangen?
– Ich wollte etwas, das viele Frauen nachnähen können (also einigermaßen einfach)
– Ich wollte etwas entwickeln, das man in der Burda nicht schon 100Mal gesehen hat aber natürlich nicht komplett “abgespaced” und untragbar ist
Also im Prinzip ein Basic Teil mit interessanten Details, das vielen Frauen stehen kann.
– Ich wollte etwas designen, das modern ist und in unterschiedlichen Stoffen toll aussehen kann.


Mit dieser zusätzlichen Zeichnung und dem Bild oben hatte ich mich beworben und war guter Dinge, denn ich war wirklich Zufrieden mit meiner Idee.
Bänder und Schnallen sind gerade auch sehr im Trend und gerade Details wie die weiteren, gebundenen Ärmel sind definitiv ein Thema und gefallen mir gerade ziemlich (;
Nach einiger Zeit bekam ich einen Anruf: ich bin in der engeren Auswahl, Termine wurden abgeglichen und mir wurde gesagt,
dass ich informiert werde, wenn ich sicher dabei bin. Leider hat es dann doch nicht geklappt, was ich wirklich sehr schade finde.

Danke übrigens trotzdem für die kleine Entschädigung in Form von einem kleinen Zubehörpaket! 
Das soll natürlich auch nicht untergehen – darüber habe ich mich sehr gefreut!

 

Es gab ja wieder eine Nähchallenge und auf der Prym Facebook Seite bin ich auf die Bilder der “engeren Auswahl Modelle” gekommen.
Die fünf Finalistinnen hatten ihre umgesetzten Teile mitgebracht und ich war etwas verunsichert, als ich diese gesehen habe.

Achtung, jetzt kommt Jessys Meckermaul raus!

Die Kritik ist aber wie gesagt nicht böse gemeint!
Erstmal ist es natürlich immer schwer zu beurteilen, nach was die Jury sucht. Beim Wort “Masterpiece” erwartet man vielleicht etwas Aufwendiges, „Besonderes“.
Es gab einen Zweiteiler – Blazer und Hose mit hübschen Details, zwei Abendkleider, ein Dirndl und einen edlen Zweiteiler – Bluse und Hose.
Das Optische ist natürlich immer Geschmackssache, darauf möchte ich gar nicht so genau eingehen.
Mir geht es eher um das Thema:

Wie viele Nähbegeisterte Frauen könnten diese Modelle umsetzen,
wie viele Interessenten gibt es für die Kleidungsstücke und wie “anders” sind die Ideen?

Ich schätze meine Arbeit war im Vergleich dazu erstmal zu „einfach“.

Ich habe die Arbeiten der Anderen natürlich nicht im Detail gesehen und kann es von der Ferne nur schwer beurteilen aber das was ich gesehen habe,
würde ich eher als das bezeichnen, was man schon aus der Burda kennt und schon gesehen hat – zumindest drei der fünf Modelle.

Der Zweiteiler mit Blazer und Hose hatte durch den farblich abgesetzten Taillienbereich nochmal eine kleine Änderung aber sah sonst sehr klassisch aus (wie gesagt – von weitem!).
Das eine Abendkleid hat durch den besonderen Stoff das gewisse Etwas bekommen, das zweite Abendkleid sah Schnitttechnisch schon aufwendiger und neuartiger aus.
Das fand ich sehr positiv, obwohl hier vermutlich wenig Frauen Interesse daran hätten es nachzunähen, da es eben mal anders aussieht.
Bei dem Dirndl kann ich nicht beurteilen wie „klassisch“ oder „anders“ als schon bekannte Dirndl Modelle dieses ist.
Aber hier greift für mich mindestens der Punkt, dass weniger nähbegeisterte Frauen das umsetzen könnten und überhaupt Interesse daran haben.
Der edle Zweiteiler, der letzt endlich auch gewonnen hat – verdient, wie ich finde – war schnittechnisch schon anders als das, was man aus der Burda kennt.
Er hat, soweit ich es beurteilen kann – interessante Details. Das Gewinnermodell sieht machbar aus, auch für Leute die noch nicht ewig nähen
und sollte somit eine große Interessengruppe treffen – Glückwunsch also hierzu!
Der gewählte Stoff war auch sehr besonders und fiel nochmal zusätzlich positiv auf!

Ich möchte hiermit nicht sagen, dass ich hätte gewinnen sollen,

sondern dass ich es schade finde, dass für einen Schnitt in der Burda letzt endlich das in die engere Auswahl genommen wird, was man dort schon gesehen hat.
Ich will niemanden schlecht machen oder sagen, dass mein Schnitt so extrem andersartig ist aber ich denke,
dass mein Schnitt deutlich mehr Interessenten angezogen hätte als ein recht klassischer Blazer mit Hose oder ein recht klassisches Abendkleid
– auch wenn das bestimmt ein größeres „Masterpiece“ ist als mein Schnitt.
Vielleicht habe ich da einfach eher an das finale Endprodukt gedacht – nämlich den Schnitt für die Burda – als an das tatsächlich aufwendige Masterpiece.
Ich wollte lieber etwas, das viele Leute nähen können (rein von den Fähigkeiten her) und das gleichzeitig etwas anderes ist.

Und letzt endlich hat dann auch genau das Modell gewonnen, dass das meiner Meinung nach geschafft hat!

Ich rede mir jetzt einfach mal ein, dass ich das Ziel eben nicht ganz getroffen habe mit meinem „einfachen“ Modell
oder das Burda nicht schon wieder mich in der engeren Auswahl haben wollte 😀

Ich finde die Gewinnerin definitiv verdient und wirklich passend
aber die engere Auswahl verstehe ich eben einfach nicht ganz.

Ich hoffe es fühlt sich keiner von mir angegriffen, das ist eben meine Meinung und mein Eindruck, ich gebe ja auch zu,
dass ich kein Masterpiece erschaffen habe und daher dem Titel auch nicht ganz gerecht geworden bin
aber ich finde es einfach schön viele Menschen erreichen zu können, da habe ich meinen Fokus vielleicht anders gelegt als gewünscht.
Ich möchte auch nochmal besonders betonen, dass ich nicht die Optik der Modelle selbst kritisiere!
Das ist ja sehr subjektiv und es liegt mir auch fern darüber ein Urteil zu sprechen! Jedem gefällt etwas anderes und das ist ja auch gut so!
Hier findet ihr unter den Fotos ein paar Eindrücke der anderen Modelle.

Ich freue mich natürlich auch über Meinungen und Anregungen,
die nochmal ein anderes Licht auf das ganze werfen also schreib gerne, was du von dem Wettbewerb hältst oder wie du mein Kleid findest (;

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong (:

Samtrock – Ich bin der Weihnachts-Grinch



Warum schaust du denn so traurig Jessy?

Vielleicht weil du die Fusseln an der Strumpfhose erst jetzt bemerkt hast und jetzt keine Lust mehr hast sie weg zu bearbeiten?
Gut möglich, das kommt jetzt aber nur zusätzlich zum wirklichen Grund hinzu 😀

Hmmm. Vielleicht weil Weihnachten ist? JA.

Jetzt kommt die unpopulärste Meinung der DIY-Szene:
Mir ist Weihnachten nicht wichtig.


Ich weiß, mit dieser Meinung werden jetzt einige von euch aufschreien
und nie wieder mit mir schreiben wollen aber… naja so ist es halt.

Ich kann gar nicht so genau greifen, warum mir Weihnachten selbst gar nicht so wichtig ist.
Vielleicht sind es die vielen Erwartungen, die an einen gestellt werden:
das perfekte Essen, die perfekten Geschenke, das perfekte Outfit und die perfekte Stimmung.
Nur kein Streit, alle haben sich ganz dolle lieb und haben super duper Geschenke besorgt – vielleicht ist meine Welt einfach nicht so!
Dieser Anspruch, bei dem man von Außen das Gefühl bekommt, dass dieser gefälligst einzuhalten ist (siehe JEDE Weihnachtswerbung!) stresst mich!

Als ich kleiner war, haben wir Weihnachten zu Hause im kleinsten Kreise der Familie gefeiert, mit meinen Eltern, meinem Bruder und meinen Großeltern mütterlicher Seits.
Es war immer eine lustige kleine Runde, wir haben Raclette gegessen und wir Kinder haben mit unseren Musikinstrumenten etwas vor gespielt.
Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück, denn damals war Weihnachten noch etwas Intimeres.
Da die Eltern meiner Mutter starben als ich gerade ins Jugendalter kam, änderte sich diese Tradition und wir verbringen seitdem Weihnachten in der Familie meines Vaters.
Ich habe ehrlich gesagt etwas Angst, dass das Folgende falsch verstanden werden könnte, aber seit dem hat Weihnachten für mich nicht mehr die gleiche Magie wie früher.
Vielleicht liegt es an der größeren Runde, vielleicht an der Tatsache, dass ich mit meinen Cousins nicht so viel gemeinsam habe, im Großen und Ganzen ist es einfach weniger herzlich und weniger “familiäre Stimmung” – es ist eher wie ein weiteres Familientreffen, das man einzuhalten hat.

Vielleicht ist es ein Selbstschutz, aber ich erwarte einfach nichts mehr von diesem Fest, dann kann ich auch nicht “enttäuscht” werden.
Allgemein mag ich die Feste nicht, bei denen alles möglichst schön und toll und besonders sein muss.
Am Ende ist man meistens unzufrieden, weil die eigenen Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Diese unpopuläre Meinung trifft also auch auf Silvester zu.


Ich kann mir vorstellen irgendwann mit meinem Partner 
eine eigene Tradition zu entwickeln
zur Weihnachtszeit und dem Fest wieder etwas mehr Magie zu geben,

doch aktuell finde ich an der Weihnachtszeit am Schönsten daheim zu verkriechen,
es sich mit Kerzenlicht und Tee gemütlich zu machen und über die Dinge nachzudenken, die mir wichtig sind.

Deshalb habe ich dieses Jahr auch beschlossen keine Weihnachtsaktionen zu machen (mal davon abgesehen, dass ich dafür nicht wirklich Zeit hatte)
und für den Blog nichts vorzuspielen, was ich einfach nicht bin und auch sonst nicht mache – so bin ich eben.
Vielleicht ändert sich meine Meinung da auch mit den Jahren, wer weiß, aber aktuell ist mir Weihnachten einfach nicht wichtig.

Achja und jetzt wo keiner mehr mitliest, weil alle schon weinend,
ihren Adventskalender umarmend, davon gerannt sind 😀

der Rock ist aus einem der ersten Stoffe, die ich auf dem Holländischen Stoffmarkt jemals gekauft habe (:
Ich finde den Stoff echt super schön, der Rock selbst ist aber nähtechnisch deutlich auf Anfängerniveau…
Zum Glück kann keiner rein schauen außer ich (:

Jetzt lasst euch aber Weihnachten von mir nicht verderben!
Trinkt euren Glühwein, esst ganz viele Plätzchen und macht all das, was ihr so an Weihnachten liebt.
Ich bin dann mal in meiner Wohnung und genieße die Kuscheljahreszeit daheim (:
Wie wichtig ist dir Weihnachten?

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!!!
Bis bald (:

Samtblouson – Wer bin ich auf Fotos? Wer im echten Leben?



Heute wird es mal wieder samtig, mit meinem Samtblouson.


Ich frage mich oft, wie ich für Leute rüber kommen muss, die mich nur an Hand meiner Fotos kennen.
Auf Fotos finde ich mich meist ästhetisch ansprechender, wenn ich nicht lache.
 

Wenn ich lache, seh ich aus wie ein kleiner Hamster.

 

Und wenn ich dann mit meinen ernsten, pseudo deepen Gesichtsausdrücken ankomme,
könnte man ein Bild von mir bekommen, das mit mienem “Ich” gar nicht ganz übereinstimmt. 😀
Ich probiere für meine Motive gerne unterschiedliche Posen aus, experimentiere mit Perspektiven, am Liebsten hätte ich auch unterschiedliche Objektive…
All das fällt mir tatsächlich am leichtesten, wenn ich die Fotos alleine mache.
Da kann ich für mich einfach “rumspacken” und herumexperimentieren und bin recht frei in meiner Arbeitsweise.
Gemeinsam mit Fotografen sehe ich ja außerdem nicht direkt, wie das Ergebnis wird.
Natürlich habe ich einen großen Ausschuss an “Schrott” Bildern, da nicht jedes Experiment super aussieht.
Da ist es angenehm zu wissen, dass nur ich diese Bilder kenne und die unvorteilhaften Perspektiven gleich aussortieren kann.
Genau wie bei diesem Samtblouson: Ich habe einige Bilder mit dem Stuhl gemacht, die einfach sehr krampfig und kacke aussahen (; aber das weiß nur ich!
Ich habe hier vielleicht auch die ein oder andere nicht so gut Erfahrung gemacht mit Fotografen, mit denen ich mich nicht ins “gute Licht” gesetzt gefühlt habe.
Da muss man eben auch eine ähnliche Bildvorstellung teilen, diese gemeinsam umsetzen können und eine gute Kommunikation haben. 

Wenn ihr “mich” aber anhand meiner Bilder meint zu kennen,
würde ich behaupten, dass das nicht funktioniert.


Klar bin ich anfangs, wie die meisten Menschen, erstmal etwas ruhiger, gehe aber immer offen und freundlich auf Leute zu.
Wenn man mich dann besser kennt und ich das Gefühl habe mich vor der Person nicht “verstecken” zu müssen,
bin ich eher so das Gegenteil von dem, was auf den Bildern zu sehen ist 😀
Das ist ja an und für sich ganz normal und eine Fassade hilft uns schließlich auch im Alltag.
Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, meine Fassade hier auf Fotos nochmal ernster und härter darzustellen.
Aber mein Blog ist eben mein Spielplatz, auf dem ich mich präsentieren kann, wie ich möchte.
Vielleicht bekomme ich mal die Möglichkeit ein paar von euch kennen zu lernen und ihr könnt mich dann besser einschätzen (:

So, worum geht es hier eigentlich auf den Bildern?
Um diese tollen Samtblouson (:
Ich habe ihn auch sicher vor mindestens 2 Jahren genäht.
Es war auch wieder ein Reststück aus dem Stoffladen meines Vertrauens (:
Es war zu der Zeit mein absoluter Lieblingsschnitt! Ich habe ihn bestimmt 7x durchgenäht!!!!
Das war auch eine der ersten Jacken, in die ich eigenständig ein Futter eingenäht habe!

Wie findest du den Samtblouson?

Schreib mir gerne einen Kommentar!
Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!