simples Shirt – Ganz oder Garnicht!


Heute mal etwas ganz einfaches, unspektakuläres, was aber einfach zeigen soll, wie einfach Stoffresteshirts sein können.
Da von beiden Stoffen nicht mehr genug da war für jeweils ein Vorder oder Rückteil, habe ich einfach von jedem Stoff
ein halbes Vorder- und Rückteil zugeschnitten und diese zusammen genäht.
Als besonderes „Special“ habe ich dann den Ausschnitt mit einem Band versehen, dass gegengleich zu den Stoffen verläuft.

Da ich gerade aber so super wenig neuen Content mache und mich eigentlich daheim
nur mit meiner Bachelorarbeit beschäftige,
kommt heute mal ein kleiner Einblick in meine Gedankenwelt.

Da ich jetzt mit meinen 25 Jahren alt und weise bin und schon die ein oder andere Erfahrung mit Extremen gemacht habe,
dachte ich, meine Gedanken dazu mal mit euch zu teilen.

Es geht um das Thema Ganz oder garnicht!

Ich bin seit ca. 10 Jahren vegetarisch, war zwischendurch ca. 4 Jahre vegan und habe schon diverse „Trend-Essthemen“ ausprobiert.
Darunter auch Zuckerfrei – für einen Monat habe ich auf Zucker und Gluten verzichtet.
Ich habe den 5am Club ausprobiert – man versucht im Prinzip um 5 Uhr morgens aufzustehen um möglichst produktiv in den Tag zu starten.
Ich habe diverste Sportprogramme gemacht und war z.B. letztes Jahr einen Monat lang jeden Tag joggen.

Ich bin offen für neue Dinge und finde es grundsätzlich gut
unterschiedliche Themen an sich auszuprobieren.

Das klappt mit Extremen natürlich besonders gut, da man darin schnell sieht ob es einen Unterschied zum normalen Alltag macht.
Es ist wichtig sich selbst zu hinterfragen und die eigenen Verhaltensmuster zu testen.
Es gibt aber nunmal Trendthemen, die auftauchen und auf einmal ist es super gefährlich für den Körper Lebensmittel XYZ zu essen.
Klar, die Forschung entwickelt sich weiter und da kann natürlich auch ein wahrer Kern bei jedem Trendthema sein
aber ganz oft frage ich mich, warum man dann auf einmal komplett drauf verzichten muss.

Ich muss mittlerweile sagen, dass ich mit Extremen meine Probleme habe.

Ich bin ein eher schwarz-weiß geprägter Mensch und möchte davon eigentlich etwas los kommen.
Sich etwas komplett zu verbieten, wie z.B. Zucker – hab bei mir ab einem bestimmten Punkt dazu geführt,
dass ich einfach unglaublich Lust darauf bekommen habe, dem dann irgendwann auch nachgegeben habe und mich dann schlecht dafür gefühlt habe.
Auch wenn z.B. hinter dem Thema Zuckerfrei die Motivation liegt gesund zu sein und mehr Energie zu haben,
hat es für mich den bitteren Beigeschmack von einer Diät, die uns nun eben anders verkauft wird.
Viele von uns wissen, dass Diäten kritisch zu sehen sind, da wäre es doch schlau das Ganze ein bisschen anders aufzuziehen
und den Gesundheitsaspekt in den Vordergrund zu rücken. Ich habe mich nicht weiter mit dem Thema Zuckerfrei beschäftigt,
das ist jetzt nur ein Beispiel – ich bin auch kein Ernährungswissenschaftler, der das ganze ausführlicher beurteilen kann.

Darum geht es mir auch gar nicht, sondern um die Tatsache, dass mir solche Aktionen einfach zu schwarz-weiß sind.

Ganz oder garnicht. Das funktioniert bei mir ehrlich gesagt nicht.

Mir ist es mittlerweile viel wichtiger geworden auf mich zu hören.
Was ist es, das mein Körper gerade braucht?
Muss ich um 5 Uhr aufstehen?
Muss ich jeden Tag joggen gehen?
Muss ich irgend einer bestimmten Ernährungsweise folgen? 

 

Das ist kein Angriff auf die Leute, die sich darin finden und an solchen Aktionen Spaß haben, you do you! 
Aber ich finde, dass es eben immer wieder Themen gibt, die auf Social Media so präsent werden,
dass man sich schon fast dafür rechterfertigen muss, dass man jetzt tatsächlich noch die Dreistigkeit besitzt Zucker zu essen oder bis 7Uhr zu schlafen!

Das kritische an den Extremen finde ich, dass man sich anfangs so gut fühlt und denkt „wow, das macht wirklich einen Unterschied – mir geht es viel besser!“
und man hoch motiviert an das Thema ran geht – wie auf einem kleinen Höhenflug – aber das ist nicht der Normalzustand für dein neues Leben mit der tollen neuen Ernährungsumstellung.

Irgendwann holt dich der Alltag wieder ein und du musst einen Weg für dich finden. 
Da frage ich mich: warum nicht gleich gezielt am Zwischenweg arbeiten?

Ein Beispiel wäre hier auch: Social Media Detox. 1 Woche Instagram Abstinenz. Klar ist das sicher hilfreich um das eigene Verhalten zu hinterfragen
und sich wieder mehr auf sich zu besinnen aber was passiert nach der Woche? Wäre es nicht sinnvoller langfristig an einem Weg zu arbeiten,
mit dem man in seinem Alltag gut klarkommt und dann eben nicht ständig am Handy hängt? Denn nach der Woche wirst du anfangs vielleicht nicht
wieder direkt zurück in dein altes Verhaltensmuster fallen, aber wenn du dir keine Strategie überlegst,
wie du weiter damit umgehen willst, wirst du irgendwann wieder an dem alten Punkt landen.

Daher finde ich es persönlich viel sinnvoller nach dem eigenen Zwischenweg zu suchen.
Vielleicht ist es ja dann sogar der zuckerfreie aber wenn ich mich langsam zu diesem Weg hin arbeite,
ist es für mich viel entspannter als von einem Tag auf den nächsten allen Zucker aus dem Haus zu verbannen.

Was ist für mich der Beste weg?

Ich möchte nicht so streng mit mir sein, dass ich mir an manchen Punkten die Lebensfreude nehme!
Wenn ich eben MAL Zucker esse, zu viel auf Instagram hänge oder länger schlafe, dann ist das auch okay,
wenn ich es in dem Rahmen mache, in dem ich mich dabei gut fühle! Wenn nicht, muss der Rahmen angepasst werden!

Wie siehst du das Thema? Gibt es vielleicht einen Aspekt, den ich nicht bedacht habe?
Vielleicht empfinde ja auch nur ich einen indirekten Druck irgendwo mithalten zu müssen, obwohl ich das gar nicht muss?
Schreib mir gerne, was du von dem Thema hältst! (:
Und sorry, dass ich jetzt so auf Zuckerfrei rumgehackt habe – das ist mir nur so die letzte Zeit ins Auge gefallen
– das Ganze kann man letzt endlich auch auf viele andere Dinge übertragen!
& das sind letzt endlich auch nur meine Gedankengänge zu dem Thema

– es ist nicht so, als wäre ich da an dem Punkt, dass ich mich nicht trotzdem immer wieder von Extremen reizen lasse.
Naja man lernt nie aus oder? (:
Ich bin diese Woche auch wieder bei RUMS dabei – schaut dort für mehr Inspiration vorbei.

bleibt weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

 

 

 

 

 

Selbstzweifel

Heute geht es um: das Aussehen, Selbstzweifel und das Bloggen


Vielleicht ist es dem ein oder anderen aufgefallen, dass ich mich nicht mehr viel zeige.
In meinen Instagram Storys sieht man hauptsächlich Maja und auch die Fotos die ich hier mache beschränken sich auf wenige Male,
an denen ich mal die Kamera raushole. Definitiv nicht mehr so regelmäßig wie früher!

Ich bin, wie vermutlich die meisten von uns da draußen, sehr selbstkritisch mit mir selbst. 

Ich definiere mich, vor allem natürlich auf Social Media Platformen, über mein Äußeres.
Hier kann ich mich präsentieren, wie ich möchte und hier kann ich entscheiden, was ich von mir zeige.
Doch in letzter Zeit habe ich mich mehr in mich zurück gezogen.
Ich laufe gerade oft rum wie der letzte „Penner“ – irgend eine Jeans – irgend ein Oberteil – fertig – los gehst!
Das liegt einerseits natürlich daran, dass Maja einfach nicht die schickste Gardarobe zulässt bzw. ich im Wald auch einfach nicht geil aussehen muss (und will).
Maja hat da sicher meiner Garderobe einen Schubs von „stylisch“ zu „praktisch“ gegeben aber viel ausschlaggebender ist eigentlich,
dass ich mich gerade einfach in meinem Körper nicht wohl fühle.

Ich habe oft das Gefühl, dass ich mich in meinem Leben nur auf sehr wenige Dinge gleichzeitig konzentrieren kann. 
Uni, Blog, Hund, andere Spinnereien, die mir noch im Kopf rumschweben usw. nehmen gerade meine ganzen Gedanken so sehr ein, dass mein Aussehen
und mein Körper sehr weit nach hinten gerutscht ist. Der Blick in den Spiegel wird seltener, ich beschäftige mich gerade einfach nicht so sehr mit mir,
was einerseits sicherlich auch positiv zu werten ist, andererseits aber dazu geführt hat, dass ich mich auch etwas gehen lassen habe.
Für mich ist Aussehen definitiv nicht das Wichtigste aber man hat ja mindestens ein Bild von sich selbst, dem man entsprechen möchte.
Dazu kommt dann noch meine Schwäche für Schokolade bzw. der Fakt, dass ich auch ein Stressesser bin und in anstrengenden Zeiten oft den Stress über Essen kompensiere.


Das wäre ja alles nicht so schlimm, wäre ich letzt endlich zufrieden mit mir.

Ich vermeide gerade den Blick in den Spiegel so gut es geht und wenn dann doch mal ein Tag ist,
an dem ich mich für irgend einen Anlass etwas „hübscher“ machen möchte, bin ich frustriert, dass mein Aussehen nicht meiner Vorstellung entspricht.

Nun habe ich auch noch diese tolle Webseite hier angefangen, auf der ich meine neu genähten Outfits an MIR präsentiere und an MIR fotografiere.

Das bedeutet: dieses aktuell sehr ungeliebte Ding namens Körper
muss auch noch für die Ewigkeit festgehalten werden!!!

In letzter Zeit ist mir die Lust nach bloggen und fotografieren also gehörig vergangen. Ich nähe gerade auch kaum etwas für mich – das aber eher aus Zeitgründen!
Die Sachen die ich euch in letzter Zeit ja präsentiere habe ich ja schon vor längerer Zeit genäht.

Nun stellt sich für mich letzt endlich die Frage: wie finde ich einen perfekten Weg für mich?
Es gibt ja letzt endlich drei Wege:
1. entweder ich zeige mich nicht mehr und muss die Outfits an Puppen oder anders fotografieren.
2. ich lerne mich nicht mehr ganz so sehr „gehen zu lassen“.
Oder 3. ich lerne damit umzugehen, dass es mir egal ist was andere Leute über mich denken.
Ihr könnt euch ja überlegen für welchen Weg ich mich wohl entschieden habe.
Hauptsächlich für 3 aber natürlich auch noch ein bisschen für 2 – nur ist 3. langfristig der sinnvollere Weg!

Also liegt es einerseits an meinem Fokus, der gerade ganz wo anders ist, was ich ehrlich gesagt nicht schlimm finde – ich finde es gut, dass meine Welt sich nicht um mein Aussehen dreht.
Aber andererseits liegt es auch an meinem nicht soo gesunden Lebensstil und meinem schlechtem Selbstbewusstsein – was schon nicht so optimal ist und definitiv geändert werden muss!!!


Es ist ein never ending Thema bei mir und wer meine Texte liest (falls sie überhaupt jemand liest) wird hier vielleicht ein Muster entdecken:
Ich habe einfach immer Schiss davor, wie andere Leute mich sehen!!!

Aber ich möchte auch keine perfekte Fassade sein.

Ich möchte keine dieser Bloggerinnen sein, bei der alles immer toll ist und die das eigene Leben scheinbar perfekt im Griff hat.
Denn Ich selbst falle immer wieder darauf rein und beginne diese Menschen dafür zu bewundern, wie toll sie ihr Leben organisieren,
obwohl ein Blick hinter die Kulissen vermutlich etwas ganz anderes zeigen würde!!! Ich möchte ein bisschen mehr Blick hinter meine Kulisse zeigen.
Ich möchte einen Einblick in meine Gefühlswelt geben und damit vielleicht mehr Frauen berühren,
die ähnliche Selbstzweifel wie ich haben und sich auch von diesen perfekten Fassaden eingeschüchtert fühlen.
Ich möchte das Thema Blog auch dafür nutzen, was es früher war: eine Art öffentliches Tagebuch.
Es fällt mir schwer aber ich kann ja immerhin kontrollieren, was ich hier heraustrage.

Ich kann euch sagen: an dem Tag, als diese Fotos entstanden sind,
habe ich mich extrem unwohl gefühlt und hätte mich am liebsten mal wieder vergraben!!!

Es hat aber gut getan die Fotos doch zu machen und zu merken: so schlimm ist es vielleicht doch nicht!!!
Du kannst es mit der richtigen Perspektive doch so darstellen, dass dir das Ergebnis am Ende doch gefällt!
Und selbst wenn: mein Körper ist nicht das, was mich ausmacht! Er definiert nicht meinen Charakter und macht mich als Mensch nicht besser oder schlechter!

Ich verstehe immer mehr, dass meine Selbstzweifel und meine Angst vor der Bewertung Anderer nur dadurch zu lösen ist, dass ich mich frei von der Meinung Anderer mache.
Das kann ich aber nur, wenn ich anfange die Dinge zu machen, hinter denen ich wirklich stehe.

Es ist also eine niemals endende Reise auf der Suche nach mir selbst,
nach dem was mir wirklich am Herzen liegt. 

Und mir liegen solche Texte am Herzen, daher werde ich sie hier mit einfließen lassen und meine Gedanken in die Welt hinaus schicken. (:
Denn es gibt noch viele Themen, die mir wichtig sind und die ich hier verarbeiten möchte.
Und ich möchte mich langfristig auch nicht nur über mein Äußeres definieren und meinen Blog darauf aufbauen,
dass ich toll vor der Kamera rumhampel, sondern ich möchte ehrlicher sein und authentischer.

Da muss ich jetzt doch mal noch ein Zitat aus dem Lied „Authentizität“ von Dexter & Fatoni einwerfen:

Scheiß auf Authentizität, ich will einfach nur ich selbst sein.
Und die Frage ist, wie ist man denn überhaupt sich selber?

So ein etwas emotionalerer Text, der mal wieder darauf hinaus führt, dass ich lernen muss auf die Meinung anderer zu kacken – bin ich grade dabei (:

So, was könnte ich denn noch zu dem Oberteil schreiben?
Achja: die Stoffe kommen von unterschiedlichen Kleidungsstücken, wenn ich es richtig in Erinnerung habe von Röcken.
Damit man vorne die Naht nicht sieht, habe ich den Streifen drauf genäht (:
Schaut auch bei RUMS vorbei für weitere Inspiration.
Der Schnitt ist der Selbe wie der des Upcycling Oberteils Hier.

Was hältst du vom Oberteil?
Schreib mir gerne einen Kommentar oder auch deine Gedanken zum Text!!!

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

Upcyclingshirt für die #upcyclingcrew

Heute gibt es meinen Beitrag zur #upcyclingcrew.

Bei der Upcycling Crew handelt es sich um eine Aktion, bei der einige Blogs tolle, kreative Upcycling Ideen vorstellen.
Schaut also auch gerne bei den anderen Blogs vorbei für noch mehr Inspiration.
Danke an Susanne von FAIRY TALE GONE REALISTIC  für diese tolle Idee!!!


5. März 2018: FAIRY TALE GONE REALISTIC
6. März 2018: Jana Knöpfchen
7. März 2018: Two and a half Seams
8. März 2018: Fashion Tam Tam
9. März 2018: Letters and Beads
10. März 2018: Oh Chiffon
11. März 2018: Das Puppenkind
12. März 2018: Hanna Louise
13. März 2018: Lena näht
14. März 2018: La Bavarese
15. März 2018: Jessica Li
16. März 2018: Aschenputtel Fashion


Aber jetzt würde ich sagen: los gehts!!!

Bei mir dreht es sich heute um ein never ending Thema: STOFFRESTE!!!

Ich wette, JEDER von euch hat sie und lässt sie in einer Kiste vor sich hin gammeln, bis man sie vielleicht irgendwann mal für ein kleines Projekt gebrauchen kann.
Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen würde ich sagen!!!!!! Denn schon seit einigen Jahren habe ich immer wieder Shirts aus den Resten gemacht
und will euch ein bisschen ermutigen auch mal nach euren Stoffrestekisteschätzen zu suchen!
Denn wie oft holt man sich einen Stoff, weiß noch nicht genau was man daraus machen möchte – vielleicht ein Kleid? Da nehm ich doch lieber mal mehr Stoff!
Und dann hat man am Ende 20cm übrig, die in der Restekiste des Todes landen – dort wo sie erstmal nicht mehr hervorgeholt werden!
Als Anfänger habe ich echt selbst kleine Reste aufbewahrt und gedacht: wer weiß wofür ichs noch brauchen kann?
Mitlerweile bin ich da radikaler: alles was kein größeres Zusammenhängendes Stück ist – sagen wir mal in der Größe eines Blusenkragens – wird weggeschmissen.
Dünne Wurststückchen, die noch an größeren Stücken hängen werden abgeschnitten, denn sowas wird man 1. eh nie benutzen und
2. verheddert sich sowas dann nur untereinander – denn meine Restekisten dürfen auch zum Wühlen genutzt werden!
Es sind – im Vergleich zu meinen anderen Stoffkisten – einfach farblich sortierte Kisten, die man durchstöbern darf!

Wie gehe ich denn nun vor, wenn ich ein Stoffresteshirt mache?

Erstmal ist wichtig, dass ihr nicht unterschiedliche Stoffe untereinander mixt:
zumindest würde ich zwischen Webware und Jersey trennen und wenn ihr euch für eine Gruppe entschieden habt, von der anderen nur als Akzent etwas „drauf setzen“.
Denn die Dehnbarkeit und der Fall der beiden Stofftypen ist so unterschiedlich, dass es schnell seltsam aussehen kann.
In diesem Fall habe ich ja auch den abgeschnittenen Teil eines ehemaligen Plisseerocks einfach unten mit angenäht
– also auch Webware als Akzent eingesetzt.

Ich mache mir also kleine Stoffhaufen, die ich farblich zusammen lege: dunkle Jerseys – helle Jerseys – möchte ich etwas gemustertes mit drin haben?
Dann stelle ich mögliche Farbkombinationen zusammen, die für mich schön aussehen und Stoffrestetechnisch funktionieren.
Da muss man auch mal Abstriche machen und Stoffe nehmen, die einfach vllt mehr hergeben anstatt den, der farblich vllt perfekt gepasst hätte, aber leider zu klein ist.


Dann habe ich mir ein Schnittmuster herausgeholt, dass selbst schon etwas mehr Kleinteile hat.
Bei diesem Shirt sind der untere Arm und das Seitenteil nämlich zwei seperate Stücke.
Beim Vorderteil und Rückteil habe ich in der Mitte einen weißen Streifen eingeplant und diesen am Schnitt umgeklappt.
Ich wusste: mein Streifen wird ca. 22cm breit – also kann ich beim Vorderteil und Rückteil ca. 11cm vom Bruch gesehen umklappen
und den übrigen Bereich in orange zuschneiden – ich hoffe ihr versteht, was ich meine.
Wenn ihr das Ganze noch komplexer machen möchtet, könnt ihr natürlich auch das Schnittteil nochmal abzeichnen,
in unterschiedliche Bereiche unterteilen und auseinanderschneiden.


Das ist auch das Schöne meiner Meinung nach an diesen Shirts: man weiß vorher nie genau, was dabei rauskommt,
man probiert ein bisschen rum und am Ende hat man ein neues cooles Teil!
Diesmal wollte ich unbedingt noch den orangenen Stoff verwerten und hab einfach mal geschaut, was dazu passt.
Den Rest des Plisseerocks habe ich dann einfach noch spontan als „Highlight“ unten mit angenäht.
Sonst hätte ich vermutlich noch etwas auf das Shirt gestickt oder ihm irgendwie noch einen kleinen Hingucker verpasst – aber so hat es für mich gereicht! (:
Leider war der Plisseerock schmäler als mein Oberteil, deshalb musste ich bei der Hälfte ca. den Chiffon ungefaltet annähen
und hab die Plissees auch versucht rauszubügeln – also genau genommen ist es nur noch halb Plissee, was ich aber auch ganz cool finde!

Wie findet ihr das Shirt?

Ich hoffe ich konnte euch dazu ermutigen auch mal in eure Restekisten zu schauen und etwas Einzigartiges entstehen zu lassen!
Ich habe die anderen Upcycling Shirts, die ich vor Jahren schon gemacht habe auch mal abfotografiert und werde sie die nächsten Wochen hier präsentieren.
Es wird also weiter Upcycling Lastig bleiben – bleibt also dran!! (:
Ich bin mit dem Shirt auch mal wieder bei RUMS dabei – dort gibt es natürlich auch noch einige Inspiration für euch (:

Bleibt weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

Pullis Pimpen – mit grober Stickerei


 

Ich liebe Sticken.

Ich mag es ungern „nichts“ zu tun, also hinterlässt sinnloses vorm Laptop sitzen und Serien anschauen immer ein schlechtes Gefühl bei mir.
Da habe ich irgendwann für mich eine kleine Lücke gefunden:
wenn ich Handarbeit machen muss wie z.B. Knöpfe annähen, Löcher flicken oder ähnliches,
wo der Kopf weniger angestrengt werden muss, kann ich ja nebenbei noch etwas anschauen oder anhören.
Sticken ist für mich also mit „sinnloses Zeug auf Youtube anschauen“ und „entspannen“ verbunden!
Vielleicht habe ich deshalb mittlerweile schon so viele bestickte Sachen 😀
Letzt endlich habe ich mir noch nie ein Tutorial oder eine Anleitung zum Sticken angeschaut,
ich mach das einfach eher intuitiv und kenne keine unterschiedlichen Stickarten. Ich sehe etwas und imitiere es. That’s it.
Mein Ziel ist ja schon seit längerem ein komplett selbstgenähter Kleiderschrank. Ich bin bei allem eigentlich ganz gut dabei außer bei Winterpullis.
Ich habe jetzt zwar auch schon Strick vernäht aber die Pullis, die ich jetzt eben schon besitze, werde ich ja nicht einfach weg geben, ich liebe sie ja letzt endlich sehr! ):
Andererseits laufe ich im Winter immer sehr langweilig rum: Hose, Pulli fertig.
Deshalb dachte ich: ich könnte ja mal meine ollen Second Hand Pullis besticken. Mit grober Wolle und schön unperfekt. Genau so wollte ich das.

 




Das Schöne am Sticken ist, dass man nicht viel braucht!
Eine Schere, Nadel und Faden reichen vollkommen aus!

Je nachdem wie dünn der Stoff ist, lohnt es sich auf jeden Fall auch einen Stickrahmen zu kaufen, damit es sich nicht so sehr zusammen zieht.
Bei den dicken Pullis war das aber kein Problem, denn hier kann man den Faden schön gleichmäßig einarbeiten.

Da ich Sticken in unterschiedlichen Formen super faszinierend finde, habe ich diesmal auch einige Fotos bestickt.
Ich habe mir allgemein vorgenommen meine Bilder jedes Mal mit unterschiedlichen Techniken zu bearbeiten und unterschiedliche Möglichkeiten auszuprobieren.
Shootingtechnisch finde ich es daheim schon am Bequemsten, doch ich finde das muss nicht langweilig werden,
sondern kann erst recht die Kreativität herausfordern: was lässt sich aus meiner Wohnung rausholen? (:
Die bestickten Bilder, die ich dann wieder abfotografiert habe, haben eine ganz andere Stimmung als das, was ich sonst so poste, doch es gefällt mir trotzdem ziemlich gut!

Wie findest du die bestickten Bilder?

Scroll einfach mal durch den ganzen Beitrag um alle zu finden.
Ich habe auch vor im Video zu meiner kreativen Woche diesmal ein bisschen übers Sticken zu reden.
Schaut also auch gerne dort vorbei, das Video dazu kommt am Samstag (:

 

Falls ihr euch jetzt fragt: wo ist denn bitte bei dem hellen Pulli die Stickerei?

Die sieht man tatsächlich am Besten im Video, denn der hellrosa Faden, den ich benutzt habe, ist dem Pulli selbst einfach zu ähnlich! ):
Das würde ich nächstes Mal wohl etwas auffälliger machen! Beziehungsweise überlege ich gerade auch noch ihn nochmals mit auffälligerem Garn zu pimpen (:
Ganz unten gibt es das Detailfoto des hellen Pullis auch nochmals in nicht bestickt 🙂

Hinterlass mir gerne einen Kommentar, was du davon hältst!

Für mehr Inspiration schau bei RUMS vorbei – dort bin ich auch mal wieder dabei (:
bleib kreativ, denn creativity is never wrong!
Bis Bald (:

  

Strickpulli: Stella McCartney Style 2

Wie oft näht ihr Basic Teile?

Lange hatte ich das Gefühl, wenn man etwas selbst näht muss es immer „etwas Besonderes“ sein.

Ein schwarzes Basic Top, was man bei H&M für ein paar Euro bekommt, würde ich doch nie nähen.
Allein der Stoff kostet oft ja deutlich mehr als das fertige Teil in entsprechenden Geschäften.
Also habe ich, als ich angefangen habe zu nähen, ganz oft mit sehr fragwürdigen Stoffen gearbeitet.

So nach dem Motto „Alles, was man noch nirgends sonst gesehen hat, ist gut!“

Das sehe ich übrigens oft bei Nähanfängern: man ist so überfordert von der vielen Stoffauswahl und greift dann oft zu den Stoffen,
die vielleicht ein süßes Muster haben oder auf eine andere Art „anders“ sind, man stellt sich aber das Kleidungsstück nicht als Ganzes vor.
Und dann hat man am Ende ein Kleid mit seltsamem Blumenstoff, der nicht schön fällt und das man so vermutlich nie im Laden gekauft hätte.
Nach und nach werden die meisten dann ruhiger in ihrer Stoffauswahl – genauso ging es mir auch nach einer Weile.
Die großen, auffälligen Blumenstoffe oder Grafikmuster sind zu Streifen und einfarbigen Stoffen in angenehmen Qualitäten geworden.


Nur ein kleines Beispiel meiner fehlgeschlagenen Stoffkäufe:

ich habe im Stoffladen einmal einen tollen Camouflage-Stoff gefunden, als Nähanfänger habe ich mir daraus mühsam eine Bluse genäht,
nur um am Ende festzustellen, dass der Stoff viel zu steif war für ein locker fallendes Kleidungsstück.
Heute hätte ich den Stoff vermutlich eher für das Futter eines festen Mantels genutzt oder ähnliches aber definitiv nicht als Oberteilstoff!
Aber da ich das Camouflage Muster so cool fand, musste ich es probieren
– das Teil hab ich später auf dem Flohmarkt verkauft – nachdem ich es nur wenige Male getragen hatte.

Trotz weniger Muster und weniger Bunt sollen die genähten Kleidungsstücke aber ja nicht langweilig sein.

Also ist die nächste Ebene der Schnitt: ich würde mich nicht als Profi in diesem Bereich bezeichnen,
ich veränder lediglich meine Lieblings-Grundformen in unterschiedliche Richtungen.
Ich mag es sehr, mit unterschiedlichen Details zu spielen – dann ist das restliche Kleidungsstück eher Basic, nur bestimmte Bereiche sind eben „besonders“.
Bei diesem Pulli sind es z.B. die Ärmel, die ich sehr verlängert habe und durch die zwei Bindungen in der Form verändert habe.

Im Vergleich zum ersten Stella McCartney Pulli ist dieser hier nicht ganz so, wie das Orignial geworden.
Ich hatte einfach zu wenig Stoff um die Ärmel weiter zu machen.
Trotzdem mag ich ihn sehr, hier kommt ihr zur Inspiration.

Schreibt mir gerne, was ihr von dem Pulli haltet oder was für seltsame Stoffe ihr schon vernäht habt (:
Diese Woche bin ich mal wieder bei RUMS dabei. Schaut dort vorbei für noch mehr Inspiration.

Bleibt kreativ, denn creativity is never wrong!
 
      

Valentinstags-Hundebett – ein Herz für Maja :)

 
Es ist Valentinstag!!! und ich bin Single. ):

Da ich keinen Typen zum Daten am Start habe und mein Herz eh gerade jemand anderem gehört,
habe ich beschlossen meine Liebe an diesem Tag anders auszudrücken.
Wer braucht schon Männer – ich habe Maja :’D
Sie ist vermutlich deutlich pflegeleichter als der ein oder andere Mann und kuschelt wirklich gerne 😛
Eigentlich ist mir der Valentinstag wirklich egal – auch wenn ich in einer Beziehung war, hat der Tag nie eine große Rolle gespielt
– aber diesmal hatte ich doch das Bedürfnis meine Liebe zu zeigen (:


Also habe ich Maja ein Herzkissen genäht (:

Die kleine Wurst ist ja leider noch nicht so ganz Stubenrein und hat sich auch schon des öfteren dazu entschieden ihr Bettchen zum Hundeklo umzufunktionieren.
Obwohl ich Handtücher drauf gelegt hatte, hat es dann eben doch das Bett mit getroffen. So musste ihre Bettchen schon des öfteren gewaschen werden.
Bei diesem Bettchen hab ich beschlossen deutlich praktischer zu werden: Man kann den Rand mit Druckknöpfen abtrennen.
Denn meistens ist ja nur der innere Bereich nass – die äußere „Wulst“ braucht aber eben ziemlich lange zum trocknen.
Druckknöpfe annähen hat ewig gebraucht also wer einen stubenreinen Hund hat kann hier das Kissen und die Wurst einfach aneinander nähen –
bei kleineren Hunden passt das ja noch gut in die Waschmaschine und da ich meistens eh ein Handtuch auf dem Bettchen liegen hab, muss das ja eh nicht oft gewaschen werden.
Eine andere Option wäre sicherlich auch ein Reißvreschluss – da  hatte ich aber keinen der lang genug war und das ist sicherlich auch nicht so einfach anzunähen!

 


Maja hat sich gleich mal als super Hilfe beim Zuschnitt gezeigt 😀

Ich hab sie wirklich nicht gezwungen sich so hinzusetzen, das hat sie von alleine gemacht – ist sie nicht süß die kleine Maus? (:
die Herzkissen-Aktion wurde deutlich komplizierter als ich dachte und hat mich dann doch einen ganzen Tag gekostet
also zeig ich euch mal, wie es am Ende letzt endlich geklappt hat!


1. Holt euch im Stoffladen ein Kissenschaumstoff – meiner hat in der Fläche 40x40cm gemessen und der Rand ist 3cm hoch.
Ich habe mit Stoffresten gearbeitet, deshalb kann ich gar nicht genau sagen wie viel Stoff ihr ca. braucht aber ich schätze mal so 80cm braucht ihr schon.
2. Hier hab ich ein Herz aufgezeichnet – so groß wie möglich.
Erst habe ich eine Hälfte ausgeschnitten, diese dann auf die andere Seite geklappt und möglichst genau auf die andere Seite eingezeichnet.
So ist es einigermaßen symmetrisch geworden. Dicken Schaumstoff schneiden ist übrigens echt nicht so einfach 😀 Sehr ordentlich sieht das ja nicht aus!
3. Das Kissen habe ich dann auf meinen Stoff gelegt und mit 2-3cm mehr zugeschnitten.
Ihr habt ja beim Kissen nicht nur die Fläche sondern müsst auch die Breite von 3cm ausgleichen – wenn ihr das Herz genau gleich groß zuschneidet wird es euch später zu eng.
4. Das Herzkissen näht ihr runderhum ab – ihr müsst aber eine Öffnung von ca. 20cm seitlich zum Wenden lassen.
5. Die Nahtzugabe müsst ihr an den Rundungen und an den Spitzen zurück schneiden und könnt das Kissen dann umdrehen und bügeln.
6. Den Schaumstoff wird jetzt in das Kissen gezwängt und dort richtig positioniert, damit das Herz eben ganz ausgefüllt ist.
7. Die offene Seite schließt ihr dann per Hand.


8. Für den Rand habe ich einen Schlauch genäht.
Da ich nicht genug von dem Oberstoff hatte, habe ich ihn halb aus Oberstoff, halb aus einem weichen Kuschelstoff genäht, damit es für Majas Köpfchen bequemer ist.
9. Ich habe das halbe Herz ausgemessen – es waren bei mir ca. 75cm – im Ganzen habe ich also 1,50m Schlauch gebraucht. Ich habe ihn zur Sicherheit aber etwas länger gemacht.
Jedes Stoffstück ist ca. 16cm breit – ich rate euch auch den Schlauch mindestens so groß zu machen, dass ihr noch mit der Hand rein kommt – das ist später leichter beim Stopfen.
Wenn ihr den Schlauch aus einem Stoff macht könnt ihr ihn natürlich nur mit einer Naht schließen und hier ein 32cm breites Stück nehmen.
10. Ich habe dann die zwei Stoffstücke aufeinander genäht und den Schlauch dann gewendet.

  
11. Nun habe ich die Wurst ausgestopft mit alten Stoffresten. Meine Restekiste quillt eh bald über, da dachte ich könnte ich hier mal etwas aussortieren.
Natürlich habe ich nur weiche Stoffe genommen und damit den Schlauch gefüllt.
12. Ich habe dann von der Spitze des Herzes ausgehend die Mitte des Schlauchs positioniert und immer wieder Druckknöpfe an das Bett und den Schlauch genäht.
Das hat wirklich ziemlich lange gedauert, weil ich insgesamt ca. 14 Stück angenäht habe!
Da jeder Druckknopf ja zwei Seiten hat und ich manche auch nochmal neu positionieren musste war das echt meine Abendbeschäftigung!
Aber ich denke gerade für Hunde die noch nicht stubenrein sind lohnt sich das wirklich!
13. Als ich an dem oberen Bereich des Herzes angekommen war, habe ich die Schläuche auch per Hand geschlossen und somit sicher gestellt, dass sie nicht zu kurz oder zu lang sind.

Aus den Resten des Filsstoffes habe ich noch ein Ziehspielzeug für Maja gemacht.

Einfach 6 gleichlange Streifen zuschneiden, diese oben verknoten und zwei Stränge flechten.
Die unteren Bereiche habe ich zum Schluss wieder zusammen gefasst und unten zu einem dickeren Strang verflochten.
Letzt endlich ist es nur ein Herz, wenn man es genau so hinlegt aber das ist ja auch egal – Maja spielt gerne mit so Ziehsachen, das ist das Wichtigste (:
  
Die kleine Maus fühlt sich sichtlich wohl darin und hat mir heute gleich mal gezeigt,
was für eine gute Idee es war den äußeren Bereich mit Druckknöpfen zu machen: sie hat direkt mal drauf gepinkelt.
Naja das bekommen wir auch noch in den Griff!
Schreib mir gerne was du vom Hundebettchen hälst.
Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!
Bis bald!!!

Strickpullis – Stella McCartney Style


Ich lebe wieder!!!!

nachdem ich nun sicher 3 Wochen nichts oder fast nichts mehr gepostet habe, bin ich so langsam wieder back on track!
Ich hatte diese Beiträge schon vorbereitet, hatte aber die letzten Wochen wirklich keine Energie dafür sie online zu stellen und etwas Werbung dafür zu machen.
Ganz ohne Werbung wollte ich sie aber auch nicht in die Welt raus schicken. Dazu sind die Pullis, die ich genäht habe, einfach zu toll (ohne mich jetzt selbst loben zu wollen!)
Ich habe mein Semester nun fast geschafft, alle Abgaben sind so weit fertig, jetzt kommt nurnoch die Werkschau, bei der ich als Anziehhilfe an unseren Modenschauen helfen muss.
Das heißt: zwei Tage im Keller rumstehen und Models anziehen. Da meine Sachen aber auch auf der Modenschau gezeigt werden, ist es natürlich selbstverständlich, dass man selbst auch hilft. Mal sehen, wie das mit meiner kleinen Maja gemeinsam wird. (wer es noch nicht mitbekommen hat: siehe Instagram: ich habe einen kleinen Welpen bei mir rumhüpfen!)
Mehr dazu aber auf jeden Fall noch in einem Youtube Video bzw. ich habe auch vor euch ein bisschen was von meinem Semesterprojekt zu erzählen!
Nun aber zum vorbereiteten Beitrag:


Ich finde Stricken doof. Aber ich liebe Strickpullover.
Ganz schöner Konflikt oder etwa doch nicht? 

Wie ihr vielleicht gemerkt habt, liebe ich zum Glück auch nähen!

Anfangs bin ich gar nicht auf die Idee gekommen mit Strickstoffen etwas zu nähen aber seit diesem Winter frag ich mich: warum eigentlich nicht?
Meine erste Erfahrung mit Strick nähen war ein sehr grober Strick, der beim Zuschneiden ziemlich aufgegangen ist!
Vielleicht lag es an dieser Erfahrung, dass ich Schiss davor hatte, dass sich die Nahtzugabe langsam auflöst und das Kleidungsstück zerfällt? 😀
Eigentlich werden die Einzelteile eines Pullis ja auf Form gestrickt und dann zusammen genäht.
Irgendwie hat es sich falsch angefühlt die Maschen zu zerschneiden und sie dann mit einem Overlockgarn in Form zu halten
aber so langsam traue ich mich ran an und ignoriere mein seltsames Gefühl dabei. Ist bei einem Jersey ja eigentlich nichts anderes – nur eben in sehr klein!


Als ich mal wieder bewundernd die Kollektion meiner liebsten Designerin durchgesehen habe,
bin ich auf zwei Pullis gekommen, die ich unbedingt nachnähen wollte.

Und welche Designerin könnte es sein? Natürlich Stella McCartney 🙂

Die Inspirationsquelle seht ihr hier. Ich finde meiner ist ihrem schon sehr ähnlich. (:
In letzter Zeit gefallen mir Bänder an den Ärmeln sehr und diese Bänder habe ich jetzt auch in meine Strickpullis mit einbezogen.
Ich finde den Look allgemein sehr entspannt und fühl mich so wohl darin (:
Der Schnitt ist sehr simpel:
zwei Rechtecke als Rumpf kombiniert mit zwei Rechtecken als Ärmel.
Ich habe mal wieder einen Stoffrest gekauft und aus diesem Stoff das Maximum rausgeholt.
Das Hinterteil ist mal wieder länger als das Vorderteil- das mag ich ja irgendwie sehr gerne – dieser Effekt wird natürlich durch den Tunnelzug verstärkt.
Die Ärmel sind auch etwas länger als nötig und werden durch den Tunnelzug an der Naht gerafft.
Übrigens auch ein super Spielzeug für hibbelige Menschen wie mich, die nicht unbedingt die Hände still halten können 😀

Ich bin diese Woche mal wieder bei RUMS dabei – schaut dort vorbei für noch mehr Nähinspiration 🙂
Was haltet ihr von dem Pulli? Hinterlasst mir gerne einen Kommentar!

Bleibt weiter kreativ, denn creativity is never wrong! Bis bald!!!

   

 

 

 

animal mix


Animal Print! Safari Style im wilden Pforzheim… ähm: RaWr? 

Samt: Klappe die Hundertste! Diesmal aber: Ausbrenner-Samt!!!
Hört das hier auch mal auf mit diesem Samt? Ich glaube nicht 😀 

Ich bin schon so oft im Stoffladen um diesen Leo-Stoff herumgeschlichen!
Er ist leicht transparent und sieht mit dem Samtmuster wirklich schön edel aus (weiterer Pluspunkt: der Flauschigkeitsfaktor :D)!
Als die liebe Dani von Schnittgeflüster mir vor einigen Wochen die Möglichkeit gegeben hat, ein paar ihrer tollen Schnitte zu nutzen,
musste ich bei dem Oberteil Minerva sofort an diesen Stoff denken – für mich ist der leicht mädchenhafte Schnitt mit dem edleren Stoff eine tolle Kombi!

Ich finde Danis Style wirklich sehr schön und super modern!

Man merkt, dass sie sich an den aktuellen Trends orientiert und diese super lässig und bequem umsetzt!
Ich mag ihren Look wirklich total und auch in ihren Storys kommt sie super sympatisch rüber also:

vielen Dank dafür, dass ich mir dank deiner Schnitte dieses coole Outfit nähen konnte!



Ich habe für das Oberteil den Schnitt Minerva verwendet.

Vor einigen Jahren waren ja Peplum-Oberteile super in und ich hatte natürlich auch das ein oder andere Modell.
Danis Version ist wie ein weiter entwickeltes Peplum-Shirt, da es nicht super tailliert ist aber trotzdem nach unten weiter wird.
Also total bequem aber trotzdem entsteht eine schöne Silhouette ohne einzuengen.

Die Hose ist der Schnitt Mikkaela.

Hier finde ich sehr cool, dass der Schnitt einen edlen Style hat mit den oben abgenähten Falten aber erneut den Körper nicht einengt sondern bequem zu tragen ist.
Ich plane ja sehr gerne meine Posts in Kombinationen. Also war ich im Stoffladen auf der Suche nach einem Hosenstoff, passend für das Oberteil.
Einfarbig wollte ich nicht. Jeans kam irgendwie auch nicht in Frage. Ein weiteres Muster? Wahrscheinlich zu viel.
Dann bin ich über diesen Ausbrenner-Zebra-Stoff gestoplert und hab mich direkt verliebt (:
Ist die Kombi gewagt? Vielleicht, aber dadurch dass alle Farben recht unauffällig sind passt beides für mich super zusammen!
Ich fühle mich auf jeden Fall pudelwohl darin!

Stellt euch bitte mal beim rechten Bild vor, wie ich halb verkrüppelt auf dem Hocker hing,
den Rücken mit fehlenden Bauchmuskeln oben haltend,
aufs Handy starrend um meine Beinposition zu korrigieren – da hätte jemand echt ein behind the scenes Bild machen müssen. 😀
Sagen wir mal: Topmodel ist was anderes aber ich finde für das Foto hat es sich gelohnt (;


Ich habe mir außerdem ein neues Format überlegt,
in dem ich euch einfach mal mitnehme in meine kreative Woche.

 

Dank dem Erfolg von Instagram-Storys sieht man ja: viele möchten Einblicke in den Alltag bekommen, in den kreativen Prozess und in das Leben der Person.
Ich persönlich möchte euch in die Bereiche Einblick geben, weswegen ihr mich ja anscheinend abonniert habt:
meine kreative Welt, mein Alltag, was mache ich denn so alles für kreativen Stuff den Tag über?
Natürlich sind das nur Ausschnitte und kleine Einblicke aber diese sind dann längerfristig als eine 24h Story, die dann verschwindet.
Das Format Vlog fasziniert mich eh sehr, da ich es selbst super spannend finde einen Einblick in das Leben der Menschen zu bekommen,
deren Leben mich (zumindest in bestimmten Bereichen) interessiert.
Gerade im kreativen Bereich habe ich oft das Gefühl, dass ein großes Geheimnis darum gemacht wird, wie das ganze so entsteht also bekommt ihr bei mir mal einen kleinen Einblick (:

Auch heute bin ich mal wieder dabei bei RUMS – schaut auch dort vorbei für weitere Nähinspirationen (:

Bleibt weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

Brusttasche nähen – meine neue Hipbag


Brusttasche nähen – ein neuer kostenloser Schnitt! (: 

Ich wollte mir schon lange eine neue Brusttasche nähen!
Jetzt bin ich endlich dazu gekommen! Meinen Schnitt gibt es diesmal auch wieder dazu!

Zum Schnitt und zur Anleitung kommt ihr hier

Brusttaschen sind DER SHIT – Uh, jaja, so sprechen die coolen Kids da draußen (wahrscheinlich nicht :D)
Letzt endlich sind sie wahrscheinlich in Berlin schon wieder Out oder sind gerade an ihrem Hochpunkt
– das dauert ja auch alles immer etwas, bis es sich über das Land verteilt, aber ich bin gerade auch total auf dem Hype!
Nicht nur Hiptaschen, die quer über die Brust getragen werden, sondern auch kleine Taschen,
die man so quer über die Brust trägt, finde ich gerade ziemlich cool!


Ich wollte mir natürlich keine coole Adidas Version kaufen, sondern eine eigene, etwas „edlere“ Version nähen.
Samt hat ja schließlich eher einen „edleren“ Touch.
Wen man den aktuellen Trend beobachtet, merkt man, dass die Leute, die diesen Trend tragen, eher so im Jogginghosen-Gammelstyle rumlaufen.

Man hat oft das Gefühl, das ihr Motto ist:
umso unstylischer es aussieht, desto stylischer wird es!

Der absolute „I don’t give a fuck“-Look!!!
Finde ich prinzipiell schon sehr sympatisch, aber ich mag es eben auch mich „schön“ anzuziehen!
Der Gammellook gibt mir einfach ein etwas anderes Lebensgefühl!
Jogginghose gibt mir eher so ein „daheim- nichts tun“ Feeling – wenn ich also im Working Modus bin, hilft es mir durchaus, etwas „ordentlicher“ auszusehen (:
Da ist die Samtversion perfekt für mich: Ein tolles Zwischending um nicht zu gammelig auszusehen aber den Trend für mich auch umzusetzen!
Ich wollte euch zeigen, wie ihr eure eigen Brusttasche nähen könnt:
Nachdem ich euch schon einmal gezeigt hatte, wie ich den Schnitt erstellt habe, habe ich jetzt noch einen einfacheren Weg gesucht:
Ihr könnt euch einfach den Schnitt selbst herunterladen! Eine Anleitung dazu gibts natürlich auch!

Die Anleitung und den Schnitt findest du hier.

Schreib mir gerne, was du von der Brusttasche hältst!

Außerdem wollte ich euch noch von einer ziemlich tollen Webseite berichten, die die liebe Eliza von DIY-Mode entwickelt hat:

Die Schnittmusterdatenbank!

Es ist eine Sammlung von kostenlosen Schnittmustern, die man auf unterschiedlichen Webseiten finden kann!
Mein Moonshirt ist dort auch schon vertreten und es gibt viele weitere, coole kostenlose Schnittmuster zu finden! Schaut da auf jeden Fall mal vorbei!!!

Heute sind wir auch mal wieder bei rums dabei 🙂
Schaut dort vorbei für noch mehr spannende Nähprojekte!

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

Brusttasche nähen

Brusttasche nähen

Hier gibt es die Anleitung zur Brusttasche
Ein Video habe ich auch erstellt, da der ein oder andere von euch sicher lieber Videos anschaut, als die Beschreibungen zu lesen (:

 

Hier gibts das Schnittmuster: JessicaLi Hüfttasche

klick auf den Link und es öffnet sich die PDF – dann kannst du den Schnitt runter laden (:
Dann kann es mit dem Brusttasche nähen auch schon los gehen!

Du brauchst je 1x die Klappe, das Rückteil und das Vorderteil im Oberstoff und im Futterstoff

Auf den Oberstoff habe ich eine etwas festere Einlage gebügelt,
das musst du aber individuell entscheiden, je nachdem wie fest dein Oberstoff ist.
Die erste Seite des Reißverschlusses näht ihr an die obere Kante des Vorderteils. Ich habe Futter und Oberstoff rechts auf rechts gelegt und den Reißverschluss quasi dazwischen geschoben, so dass die Zähnchen nach innen zeigen. Dann habe ich die drei Lagen zusammen gesteckt und zusammenFüßchenbreit abgenäht.  Wenn du noch nicht so geübt an der Nähmaschine bist, kann es auch helfen erst den RVS an den Oberstoff zu nähen und dann das Futter noch dazu anzunähen.

Dann bügelst du die Naht so aus, dass der RVS genau im Bruch liegt.
Die Nahtzugabe habe ich zurück gesteppt – auch wieder füßchenbreit.
Lasse am Anfang und am Ende der Naht noch ca. 2cm frei,
da du später an die Naht rankommen musst.

Genau das selbe machst du an der Klappe.
Wenn ich die zweite Reißverschlussseite nähe, stecke ich mir am Anfang am Ende und in der Mitte Nadeln,
damit diese Positionen schon einmal fix sind. Die restliche Mehrweite verteile ich dann auf der Strecke.
Wenn du von einer Seite ausgehend steckst, kann es gut sein, dass sich der RVS verzieht.

Näh das Rückteil oben an die Klappe an.
Ich habe das jeweils im Futterstoff und im Oberstoff gemacht.

Bügel dann die Nahtzugabe des Oberstoffes auseinander
und steppe sie an beiden Seiten der Naht fest.
Das gibt der Brusttasche einfach noch etwas mehr Stand.

Öffne den Reißverschluss, bevor du den nächsten Schritt machst – zumindest zur Hälfte!
Dann nähst du das Vorderteil und das Rückteil zusammen.
Die Seiten bleiben offen – die Nahtzugabe kannst du erneut auseinander steppen.

Das Futter kann jetzt auch geschlossen werden:
nähe so nah wie möglich von der Ecke aus die Kurven entlang.
In der Mitte muss eine Öffnung bleiben um das ganze später zu wenden.

Nähe dir ein Band, das die Maße 14cm x 8cm hat. halbiere es und
nähe mit einem Zentimeter Nahzugabe entlang. Dann drehst du das Band um.

Halbiere das Band und stecke es durch den D Ring.

Diese Schlaufe schiebst du nun in die Seite hinein und nähst mehrmals die Seite ab.
Hier liegt eine recht große Belastung drauf, also stell sicher, dass nichts ausreißen kann. Näh so nah wie möglich an den Reißverschluss und stelle sicher,
dass der Reißverschluss direkt aufeinander liegt.

So, jetzt ist es an der Zeit das Ergebnis umzudrehen.
drehe sie durch das Loch im Futter um und schließe dieses anschließend.

Nun brauchst du nur noch ein Band, mit dem du die Tasche trägst.
Ich habe mir erneut ein Band aus Samt genäht: 8cm breit zugeschnitten.

Ihr könnt hier aber auch eine Kette nehmen oder andere tolle Bänder.

Da ich diesen tollen Ring gefunden habe,
habe ich mir eine einfache Verschlussmöglichkeit überlegt.

Nähe eine große Schlaufe.
unterteile die Schlaufe in mehrere Bereiche, in dem du quer drüber nähst.
Somit kannst du nämlich unterschiedliche Größen einstellen,
falls du die Brusttasche um die Hüfte oder mal quer über die Brust tragen möchtest.

So jetzt kannst du auch deine eigene Brusttasche nähen! (: Schreib mir gerne, wenn du noch Fragen hast!