simples Shirt – Ganz oder Garnicht!


Heute mal etwas ganz einfaches, unspektakuläres, was aber einfach zeigen soll, wie einfach Stoffresteshirts sein können.
Da von beiden Stoffen nicht mehr genug da war für jeweils ein Vorder oder Rückteil, habe ich einfach von jedem Stoff
ein halbes Vorder- und Rückteil zugeschnitten und diese zusammen genäht.
Als besonderes „Special“ habe ich dann den Ausschnitt mit einem Band versehen, dass gegengleich zu den Stoffen verläuft.

Da ich gerade aber so super wenig neuen Content mache und mich eigentlich daheim
nur mit meiner Bachelorarbeit beschäftige,
kommt heute mal ein kleiner Einblick in meine Gedankenwelt.

Da ich jetzt mit meinen 25 Jahren alt und weise bin und schon die ein oder andere Erfahrung mit Extremen gemacht habe,
dachte ich, meine Gedanken dazu mal mit euch zu teilen.

Es geht um das Thema Ganz oder garnicht!

Ich bin seit ca. 10 Jahren vegetarisch, war zwischendurch ca. 4 Jahre vegan und habe schon diverse „Trend-Essthemen“ ausprobiert.
Darunter auch Zuckerfrei – für einen Monat habe ich auf Zucker und Gluten verzichtet.
Ich habe den 5am Club ausprobiert – man versucht im Prinzip um 5 Uhr morgens aufzustehen um möglichst produktiv in den Tag zu starten.
Ich habe diverste Sportprogramme gemacht und war z.B. letztes Jahr einen Monat lang jeden Tag joggen.

Ich bin offen für neue Dinge und finde es grundsätzlich gut
unterschiedliche Themen an sich auszuprobieren.

Das klappt mit Extremen natürlich besonders gut, da man darin schnell sieht ob es einen Unterschied zum normalen Alltag macht.
Es ist wichtig sich selbst zu hinterfragen und die eigenen Verhaltensmuster zu testen.
Es gibt aber nunmal Trendthemen, die auftauchen und auf einmal ist es super gefährlich für den Körper Lebensmittel XYZ zu essen.
Klar, die Forschung entwickelt sich weiter und da kann natürlich auch ein wahrer Kern bei jedem Trendthema sein
aber ganz oft frage ich mich, warum man dann auf einmal komplett drauf verzichten muss.

Ich muss mittlerweile sagen, dass ich mit Extremen meine Probleme habe.

Ich bin ein eher schwarz-weiß geprägter Mensch und möchte davon eigentlich etwas los kommen.
Sich etwas komplett zu verbieten, wie z.B. Zucker – hab bei mir ab einem bestimmten Punkt dazu geführt,
dass ich einfach unglaublich Lust darauf bekommen habe, dem dann irgendwann auch nachgegeben habe und mich dann schlecht dafür gefühlt habe.
Auch wenn z.B. hinter dem Thema Zuckerfrei die Motivation liegt gesund zu sein und mehr Energie zu haben,
hat es für mich den bitteren Beigeschmack von einer Diät, die uns nun eben anders verkauft wird.
Viele von uns wissen, dass Diäten kritisch zu sehen sind, da wäre es doch schlau das Ganze ein bisschen anders aufzuziehen
und den Gesundheitsaspekt in den Vordergrund zu rücken. Ich habe mich nicht weiter mit dem Thema Zuckerfrei beschäftigt,
das ist jetzt nur ein Beispiel – ich bin auch kein Ernährungswissenschaftler, der das ganze ausführlicher beurteilen kann.

Darum geht es mir auch gar nicht, sondern um die Tatsache, dass mir solche Aktionen einfach zu schwarz-weiß sind.

Ganz oder garnicht. Das funktioniert bei mir ehrlich gesagt nicht.

Mir ist es mittlerweile viel wichtiger geworden auf mich zu hören.
Was ist es, das mein Körper gerade braucht?
Muss ich um 5 Uhr aufstehen?
Muss ich jeden Tag joggen gehen?
Muss ich irgend einer bestimmten Ernährungsweise folgen? 

 

Das ist kein Angriff auf die Leute, die sich darin finden und an solchen Aktionen Spaß haben, you do you! 
Aber ich finde, dass es eben immer wieder Themen gibt, die auf Social Media so präsent werden,
dass man sich schon fast dafür rechterfertigen muss, dass man jetzt tatsächlich noch die Dreistigkeit besitzt Zucker zu essen oder bis 7Uhr zu schlafen!

Das kritische an den Extremen finde ich, dass man sich anfangs so gut fühlt und denkt „wow, das macht wirklich einen Unterschied – mir geht es viel besser!“
und man hoch motiviert an das Thema ran geht – wie auf einem kleinen Höhenflug – aber das ist nicht der Normalzustand für dein neues Leben mit der tollen neuen Ernährungsumstellung.

Irgendwann holt dich der Alltag wieder ein und du musst einen Weg für dich finden. 
Da frage ich mich: warum nicht gleich gezielt am Zwischenweg arbeiten?

Ein Beispiel wäre hier auch: Social Media Detox. 1 Woche Instagram Abstinenz. Klar ist das sicher hilfreich um das eigene Verhalten zu hinterfragen
und sich wieder mehr auf sich zu besinnen aber was passiert nach der Woche? Wäre es nicht sinnvoller langfristig an einem Weg zu arbeiten,
mit dem man in seinem Alltag gut klarkommt und dann eben nicht ständig am Handy hängt? Denn nach der Woche wirst du anfangs vielleicht nicht
wieder direkt zurück in dein altes Verhaltensmuster fallen, aber wenn du dir keine Strategie überlegst,
wie du weiter damit umgehen willst, wirst du irgendwann wieder an dem alten Punkt landen.

Daher finde ich es persönlich viel sinnvoller nach dem eigenen Zwischenweg zu suchen.
Vielleicht ist es ja dann sogar der zuckerfreie aber wenn ich mich langsam zu diesem Weg hin arbeite,
ist es für mich viel entspannter als von einem Tag auf den nächsten allen Zucker aus dem Haus zu verbannen.

Was ist für mich der Beste weg?

Ich möchte nicht so streng mit mir sein, dass ich mir an manchen Punkten die Lebensfreude nehme!
Wenn ich eben MAL Zucker esse, zu viel auf Instagram hänge oder länger schlafe, dann ist das auch okay,
wenn ich es in dem Rahmen mache, in dem ich mich dabei gut fühle! Wenn nicht, muss der Rahmen angepasst werden!

Wie siehst du das Thema? Gibt es vielleicht einen Aspekt, den ich nicht bedacht habe?
Vielleicht empfinde ja auch nur ich einen indirekten Druck irgendwo mithalten zu müssen, obwohl ich das gar nicht muss?
Schreib mir gerne, was du von dem Thema hältst! (:
Und sorry, dass ich jetzt so auf Zuckerfrei rumgehackt habe – das ist mir nur so die letzte Zeit ins Auge gefallen
– das Ganze kann man letzt endlich auch auf viele andere Dinge übertragen!
& das sind letzt endlich auch nur meine Gedankengänge zu dem Thema

– es ist nicht so, als wäre ich da an dem Punkt, dass ich mich nicht trotzdem immer wieder von Extremen reizen lasse.
Naja man lernt nie aus oder? (:
Ich bin diese Woche auch wieder bei RUMS dabei – schaut dort für mehr Inspiration vorbei.

bleibt weiter kreativ, denn creativity is never wrong!

 

 

 

 

 

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