Samtzweiteiler – ich liebe Samt


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Dieses Outfit ist heute für die #12coloursofhandmadefashion im November.

Selmin von TweedandGreet hat uns diesmal farbtechnisch freie Hand gelassen und ich finde diese Kombi gerade einfach perfekt!! (:

Den tollen Crash Samt habe ich von stoffe.de!!

Hier kommst du zum Stoff (:

Leider scheint der grüne Stoff schon aus zu sein. Es gibt ihn noch in blau, schwarz und rot. Auch sehr cool für Weihnachten!
Der Link ist ein affiliate Link. Ich bekomme einen kleinen Anteil, falls du über diesen Link einen Stoff bestellst, für dich entstehen keine Mehrkosten!
Ich habe den Stoff selbst gekauft, muss ihn nun aber trotzdem als Werbung kennzeichnen, damit alles transparent bleibt. (:


Achtung, heute wird es lang!

Ich muss euch mal ein kleines Update über mein ach so spannendes Leben geben:

Einige von euch haben bei Instagram mitbekommen, dass ich bei einem Film mitgearbeitet habe.
Darauf hin kamen immer wieder Fragen, was das denn genau für ein Projekt sei.
Hier bekommt ihr jetzt mal einen kleinen Bericht darüber, was das für ein ominöses Projekt ist,
wie ich dahin gekommen bin und was ich genau gemacht habe.
Schnappt euch einen Tee/Kaffe/irgend was zum Knabbern. Los gehts!

 

Chocolate Man – Der Film

Wie ich dazu gekommen bin:

Okay wir müssen ein bisschen vorspulen, um das Ganze zu erklären:
Ich habe die liebe Liz von You and I – DIY vor ca. einem Jahr kennen gelernt. Sie hat mir schon bei unserem ersten Treffen davon vorgeschwärmt,
was für eine tolle Erfahrung es für sie gewesen ist, einmal bei einem Film der Filmakademie Ludwigsburg mitgeholfen zu haben.
Sie als studierte Kostümbildnerin, hatte natürlich schon eher einen Bezug dazu und hatte damals auch die Möglichkeit
das Kostüm für die Hauptdarstellerin zu fertigen. Schaut euch einfach mal ab Minute 16 in diesem Video an,
was für ein wunderschönes Kleid sie angefertigt hat!!! Tolle Arbeit!

Sie hatte mir davon erzählt, was für eine tolle Zeit es gewesen ist, als ein großes Team gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten.
Schon damals hab ich gesagt „das möchte ich auch mal machen!“ Ich hatte sogar in den Semesterferien einmal nach offenen Projekten gesucht, doch bin nicht wirklich fündig geworden.
Am Mittwoch Abend, den 1.11. habe ich durch meine Facebook – Startseite gescrollt, als ich einen Beitrag von Liz gefunden habe:

„Für ein Filmprojekt wird dringend eine Garderobiere gesucht.“

Dem Hilferuf auf Facebook folgend, habe ich Liz einfach mal angeschrieben. Ich erfuhr, dass sich eine Garderobiere den Knöchel verstaucht hatte und daher dringend Ersatz gesucht wurde. Nachdem klar war, dass ich nicht die komplette Zeit anwesend sein muss, sondern auch nur ein paar Tage helfen konnte, beschloss ich mich darauf einzulassen! So eine Möglichkeit würde sicher auch nicht so schnell nochmal kommen! Das gemeine daran: es würde schon am Freitag Nachmittag losgehen! Also hatte ich noch genau einen Tag, den Donnerstag,
um mich etwas darauf vorzubereiten und meinen Unikram etwas zu sortieren.

In Chocolate Man geht es um einen Kriegsfotografen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, wie viel ich von der Handlung letzt endlich verraten darf, ich werde euch sobald der Film fertig ist eh damit zu spamen! 😀
Grob gestagt bekommt man einen Einblick in die Welt, in der der Fotograf sich gerade mit drei Soldaten befindet.
Sie finden ein kleines, einsames Mädchen das er zu beschützen versucht. Die szenischen Bilder sind sehr eindrucksvoll und dramatisch dargestellt.
Von Nebelmaschinen, über Explosionen, visuelle Effekte, täuschend echten Waffen und Stuntmännern war alles dabei, was für einen aufwendigen und spannenden Film gebraucht wird!
Ich habe leider von den Explosionen und den Stuntmännern nichts mehr mitbekommen aber einige visuelle Effekt – Szenen und eine Schusshagel-Szene habe ich beobachten können.
Schon extrem spannend mal hinter die Kulissen schauen zu können!
Gedreht wurde im Stöffel Park, im Westerwald.
Es ist ein altes, stillgelegtes Industrie-Gelände, das einfach die perfekte Atmosphäre geschaffen hat.
Ich bin wirklich so gespannt, wie die Szenen dann am Ende im Film aussehen werden!

Meine Aufgaben:

Allgemein ist es beim Film so, dass es eine Kostümbildnerin gibt, die schon Wochen vorher mit den Schauspielern Anproben macht,
Kostüme zusammen stellt und versucht den Charakter der Rolle durch die Kleidung perfekt zu treffen.
Kleider machen Leute – natürlich bekommen wir durch die äußere Erscheinung einen Eindruck von einer Person.
Die Kleidung muss zur Rolle, zur Umgebung und zum Kontext passen.
Die Schaupieler müssen sich so wohl wie möglich fühlen und der Regisseur hat auch Vorstellungen, die mit einfließen.
Dass die Schaupieler im richtigen Outfit am Set erscheinen, ist die Aufgabe der Garderobieren.
Es ist natürlich nicht die Sache des Schauspielers zu wissen, welche Kleidung er wann tragen muss.
Wir hatten zum Glück für jeden Schauspieler nur ein Outfit – was diesen Aspekt schonmal einfacher gemacht hat!

Auch Übergänge müssen beachtet werden!!!

Wird eine Szene an einem Tag aus der einen Perspektive gedreht, am nächsten Tag dann aus einer anderen Perspektive, muss das Kostüm natürlich genau gleich aussehen.
Klingt einfach, man muss aber einfach ständig aufmerksam sein! War die Jacke gestern auch geschlossen? Wie lag die Kaputze? Hat die Kette aus dem Shirt rausgeschaut?
Das können alles Aspekte sein, die, vor Allem im Close Up, einfach seltsam wirken, wenn sie sich im Wechsel der Perspektiven verändern!

Das beste Beispiel dafür, wie aufmerksam man sein muss,
war hierbei unser lieber Fotograf, der in den ersten Szenen fünf Ringe trug.

Auf einmal war einer verschwunden. Er war nicht auffindbar, bis der Schauspieler sich über einen Stein wunderte, der in seinem Schuh steckte.
Als er ihn rausholen wollte fand er den verlorenen Ring. Beim Einlegen von Wärmeeinlagen hatte er den Ring in seinem Schuh versenkt 😀
Da die Szene aber schon im Kasten war und man wegen diesem Ring das Ganze nicht nochmals filmen würde, hieß es für uns:
nach dieser Szene hat er nurnoch vier Ringe. Da aber ja nicht chronologisch gefilmt wird, mussten wir jedes Mal kurz checken:
Welche Szene spielen wir? Hat er seinen Ring an oder schon „verloren“?
Keine „große Sache“, aber wenn man dabei noch an so viele andere Dinge denken muss, wird es doch nach und nach immer mehr, was einem im Kopf rumschwirrt!

Gerade für mich war es super aufregend anfangs! Ich kannte natürlich die Abläufe nicht und wollte nichts falsch machen.
Ich wollte nicht die sein, an der es am Ende hängt, wenn sich eine Szene verzögert, weil man z.B. Schuhe in der Garderobe vergessen hätte.
Es sind ja schließlich so viele Leute involviert, da wäre es auch schlimm, wenn jeder, wegen jeder Kleinigkeit nochmal 5 Minuten mehr braucht!

Da es im Krieg spielt, musste die Kleidung auch dreckig sein!

Ich war noch nie so dauerdreckig!!! Ständig bin ich mit „Staubsäckchen“ rumgerannt und habe die Kleidung der Schauspieler patiniert.
Patinieren ist der Begriff für Kleidung dreckig machen (: Leider hält der Staub natürlich nicht langfristig und es musste immer wieder erneuert werden.

Was auch eine richtig wichtige Aufgabe für uns war: die Schauspieler warm halten.
Es war wirklich richtig kalt und die Kostüme waren, obwohl wir alle mit Wärmeunterwäsche, Thermoeinlagen und allem,
was drunter zu ziehen ging, versorgt haben, mussten wir immer wieder zwischen den Szenen mit Decken rein rennen und unsere Schauspieler wärmen.
Zitternde Soldaten und im extremfall kranke Schauspieler konnten wir nicht brauchen!
So war mir immerhin nie wirklich kalt, weil ich immer mit Decken und Wärmflaschen bewaffnet am Rand stand,
immer bereit in den kurzen Pausen rein zu springen und die Schauspieler zu versorgen.
Wir waren zum Glück immer zu zweit, zeitweise zu dritt. Alleine hätte ich die 5 Schauspieler nicht versorgen können!

Mein Fazit:

Es war eine extrem aufregende Zeit und hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Liz hatte mir anfangs gesagt, dass es sehr toll ist zu sehen, wie jeder in seinem Gebiet das Beste herausholen möchte.
Die Ton-Leute möchten den besten Ton, die Maske das perfekte Make-Up, die Kamera die perfekten Perspektiven usw.
Alle haben ihren Fokus und gemeinsam entsteht etwas richtig Tolles! Dem kann ich nach den paar Tagen wirklich zustimmen!
Ich wäre gerne die komplette Zeit dabei gewesen, aber ich musste zurück an meine Uni und hier meine Aufgaben erledigen ):
Immerhin war ich 7 Tage dabei, mehr als die Hälfte also, eine wirklich spannende Zeit!
Ich habe besonders nachts gemerkt, wie sehr mich das Ganze gefesselt hat!

Ich habe ständig geträumt, dass ich irgendwo zum Set muss,
habe nachts begonnen mir Socken anzuziehen, bis mir klar geworden ist: du träumst!!!

Auch als ich wieder daheim war, habe ich geträumt, dass die nächste Szene in meinem Zimmer gedreht werden sollte.
Nachts habe ich begonnen Dinge, die neben meinem Bett lagen schnell unters Bett zu schieben, damit mehr Platz für die Crew ist!!!
Verrückt oder? 😀 Aber nicht im negativen Sinne, man hat einfach nur gesehen, wie wichtig es mir war einen guten Job zu machen
und da es einfach so anders war als alles, was ich davor gemacht habe, war es irgendwie besonders aufregend!

Wenn du dir den kompletten Text durchgelesen hast dann hier erstmal Respekt an dich!!!
Ich hoffe es war ein interessanter Einblick!!
Bis der Film fertig ist wird es sicher noch bis ca. Mai dauern aber dann werde ich ihn euch auf jeden Fall zeigen!!!

Bleib weiter kreativ, denn creativity is never wrong!
Bis Bald (:

8 Comments

  1. Das klingt soooo spannend, ich träume auch manchmal davon, an einem Set zu arbeiten. Das stelle ich mir echt toll vor!
    Dein Outfit ist aber zum Glück nicht patiniert, sondern ziemlich cool 😉
    Ich glaube langsam, du kannst ALLES tragen!
    Liebe Grüße, Fredi

    1. JessicaLi

      Wenn du in den Semesterferien mal langeweile hast kannst du sicher mal bei https://www.crew-united.com/ rein schauen, die Webseite wurde mir von den Filmleuten empfohlen, dort werden immer wieder Projekte rein gestellt, für die Leute gesucht werden. Vielleicht ergibt sich für dich ja so etwas Ähnliches 🙂 die kleinen Produktionen, wo man mithelfen kann, sind halt leider auch unbezahlt aber die Erfahrung ist es schon wert, wenn man sich dafür interessiert 🙂
      Und du bist zu süß 😀 ich kann definitiv nicht alles tragen, ich hab bestimmte Silhouetten und Formen, die mir an mir gefallen, die ich dann auch recht selbstbewusst trage und präesentiere 😀

      Liebe Grüße 🙂

  2. Wie spannend liebe Jessi! Klar hab‘ ich bis zum Schluss gelesen, hahaha, das mit dem nächtlichen Verarbeiten solcher spannenden Tage kenne ich zu gut, ich versuche auch schonmal eine ganze Nacht lang pünktlich zu einem Termin zu kommen, aber immer biege ich in die falschen Ecken ab:-D Der Stoff deines Zweiteilers ist superschön! Kann ich mir auch als schlichtes Kleid oder sogar Sweater gut vorstellen!

    Liebste Grüße,
    Selmin

    1. JessicaLi

      🙂 freut mich, dass du den Text bis zum Ende gelesen hast, ist eben echt viel passiert 😀
      Oh nein, das mit dem Termin Stress im Traum stell ich mir gemein vor 😀
      Ich wach vor wichtigen Terminen nachts oft mehrfach auf und denke ich hab verschlafen – auch nicht wirklich besser 😀
      Ja wenn ich gerade mehr Zeit hätte, würde ich mit dem Stoff noch mehr nähen :'(

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