purple august – 12coloursofhandmadefasion



Hallo ihr Lieben, heute kommt mein neues #12coloursofhandmandefasion zum Thema

LILLAAA ­čÖé
Mag ich lila? Ich stehe der Farbe recht neutral gegen├╝ber ­čśÇ
Die Farbe ist okay, die pastellige Lilavariante ist dann aber auch eher meins! (:

Nun aber zu meinem Projekt:
Als ich mit dem N├Ąhen begonnen habe, habe ich mich oft nicht getraut gute Stoffe zu verwenden.
Ich habe anfangs einfach „Schiss“ gehabt meine teuren Materialen zu zerschneiden.
Ich wollte experimentell arbeiten und da h├Ątte mich der Gedanke, dass ich etwas wertvolles benutze, einfach gebremst.
Das ist auch beim Zeichnen sehr ├Ąhnlich. Es gibt tolles, stabiles Aquarellpapier, bei dem ein Blatt ca. 1Euro kostet.
Ich sehe ja, dass das Papier besser ist, aber ich wei├č leider auch, dass nicht jede meiner Zeichnungen gut wird!
Also sitze ich vor meinem Blatt und ├╝berlege mir, wo ich welchen Strich setzen muss, damit mein Ergebnis gut wird.
Dieses verkopfte, verkrampfte Zeichnen macht 1. keinen Spa├č, sieht 2. meistens auch einfach nicht frei und locker aus
und ist 3. f├╝r mich weniger zielf├╝hrend, wie billiges Kopierpapier. Da kann ich frei und unbeschwert drauf los kritzeln,
experimentell arbeiten und habe weniger Hemmungen. Noch Schlimmer ist es ja fast bei einem neuen Skizzenbuch!!!
So rein, wei├č und unbefleckt liegt es vor einem!!! Und man will es einfach nicht verhunzen!!!!



Was hat das jetzt mit dem N├Ąhen zu tun?
Stellt euch vor, ihr w├╝rdet mit einem 50Euro/Meter Stoff anfangen zu n├Ąhen! Dann h├Ątte ich vermutlich nie mit diesem tollen Hobby angefangen!
Mir hat es geholfen mit alten Kleidungsst├╝cken zu starten. Ich habe weite R├Âcke, Kleider und Blusen auseinander geschnitten und mit dem Material gro├čartig arbeiten k├Ânnen. Vielleicht spricht da einfach auch der Schwabe aus mir, aber meine Kreativit├Ąt wurde durch das Einschr├Ąnken des Materials nochmal ganz anders angeregt! Bei einem gro├čen Stoffst├╝ck hast du alle M├Âglichkeiten. Ein Kleidungsst├╝ck zu nehmen und daraus etwas Neues zu machen, das erfordert schon nochmal etwas mehr Hirnschmalz. Und wenn das Projekt nicht funktioniert hat, hatte ich quasi „nichts“ verloren sondern ganz viel Erfahrung dazu gewonnen. (:


Obwohl ich auch sagen muss, dass ich bisher beim Upcycling so gearbeitet habe, dass ich NUR den Stoff des Kleidungsst├╝cks selbst genutzt habe.
Am Ende ist bei meinem Ergebnis nicht erkennbar, ob das alte Kleidungsst├╝ck ein Rock, eine Bluse, ein Kleid oder was auch immer war.
Ich benutze keine Elemente die den Ursprung des vorherigen Kleidungsst├╝cks erkennen lassen, da ich – ohne jemandem Nahe treten zu wollen
– die Meisten Ergebnisse, die versuchen das alte Kleidungsst├╝ck m├Âglichst komplett zu erhalten, nicht sehr ansprechend finde.
Klar sind das interessante Inspirationen und Ans├Ątze aber bei vielen Dingen frage ich mich trotzdem: „w├╝rde ich so etwas dann tragen?“
Jeder muss sich selbst mit seiner Kleidung wohl f├╝hlen aber ich habe da bisher noch keine perfekte L├Âsung gesehen.
Deshalb entferne ich Elemente wie Knopfleisten, Kragen usw. und arbeite mit dem puren Stoff ­čÖé

Ich habe euch ein Video zusammen gestellt, in dem ich euch zeige wie ich das Oberteil entwickelt habe.

Was ich euch vermitteln m├Âchte, ist einfach die M├Âglichkeit aus Stoffresten ein neues Kleidungsst├╝ck zu entwickeln.

Wie bei den meisten Upcycling Projekten kann ich euch hier nicht genau sagen, wie viel Stoff ihr braucht.
Ich arbeite recht intuitiv, probiere viel aus und verwerfe auch wieder viel, deshalb kann ich nur sagen:
Ich habe die Reste von ca 2,5 Blusen genutzt (4Ärmel, 2 Vorderteile und noch den Rest von einem Vorderteil) und habe mir daraus Rechtecke geschnitten.
So viele wie eben m├Âglich waren. Das waren dann gro├če Quadrate mit den Ma├čen 17×17 (11-12 Gro├če) und kleine Rechtecke mit den Ma├čen 8,5×17 (17-18Kleine).
Im Prinzip ist das kleine Rechteck bei mir halb so hoch wie das Quadrat. So konnte ich alles recht gut aneinander n├Ąhen.
Letzt endlich w├╝rde ich an eurer Stelle aber einfach das Maximum an dem Stoff rausholen, den ihr habt und nicht meine Ma├če genau ├╝bernehmen.
Der Sinn von Upcycling ist ja letzt endlich, so viel wie m├Âglich von dem alten Kleidungsst├╝ck zu nutzen und nicht aus einem Teil ein paar Rechtecke rauszuschneiden
und den Rest dann weg zu schmei├čen! Deshalb eignet sich so ein Projekt eben auch super f├╝r Stoffreste.
Ich habe einfach mal begonnen mit meinen Rechteckbahnen und habe diese dann miteinander verbunden.
Eigentlich wollte ich das Rechteck, das so entstanden ist, andersrum nehmen, doch das war letzt endlich doch zu schmal.
Solche Projekte entstehen bei mir einfach beim Machen und das liebe ich! ­čÖé

Hast du auch schon Upcycling Projekte gemacht? Ich finde sie machen soooo Spa├č! ­čÖé
Bleib weiter kreativ, denn du wei├čt:
creativity is never wrong!


 

 

3 Comments

  1. Tolles Video, das macht Laune! Die Stoffe passen auch sch├Ân zueinander, weil sie so ├Ąhnlich sind. Eine h├╝bsche zarte Bluse ist es geworden. -K├╝rzlich habe ich ein Top aus einem Herrenhemd gen├Ąht. Ich fand es gerade reizvoll, das Bekannte in einem anderen Kontext erscheinen zu lassen. Durch die wiederverwendeten ├ärmelelemente konnte ich Details zaubern, die mich sonst viel M├╝he und Zeit gekostet h├Ątten. Viele Gr├╝├če Regina

    1. JessicaLi

      Liebe Regina,
      dankesch├Ân erstmal und ich hatte ja auch geschrieben, dass ich da bisher einfach noch keine perfekte L├Âsung f├╝r mich gefunden habe.
      Aber ich lasse mich da gerne auch eines Besseren belehren. Hast du von deinem Ergebnis Fotos? Da bin ich jetzt schon neugierig geworden ­čÖé

      Liebe Gr├╝├če,
      Regina

    2. JessicaLi

      Hallo Regina, nochmal ein kleiner Zusatz:
      ich war gerade auf deiner Seite und habe dein orangenes Upcycling Hemd gesehen: das ist wirklich toll geworden! Sehr kreativ! ­čÖé
      Liebe Gr├╝├če

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