Burda Style Talent 2016

Vor etwas mehr als einem Jahr, habe ich mich dazu entschieden bei dem Wettbewerb „Burda Style Talent 2016“ mitzumachen.
Das Thema war Sommerkleid und da die letzte Votingwoche schon in wenigen Tagen beginnen sollte, habe ich dieses Kleid in einer Nacht und Nebelaktion umgesetzt.
Da ich nicht der Typ für hautenge Kleider bin und ich im Sommer luftig, lockere Kleidung bevorzuge, entschloss ich mich, ein etwas Anderes Kleid zu machen, als das was man schon so kennt.
Die Idee war simpel, die Umsetzung experimentell: Ich habe mit dem Stoff eines alten Abendkleides gearbeitet. Da es im Prinzip ein großes Rechteck mit drei Löchern war:
zwei für die Arme, eins für den Kopf; wollte ich dem Kleid durch die Technik des Smokens Form geben.
Smoken kennen viele nur von den alten Sofakissen ihrer Omas!
Die Technik ist leider etwas verstaubt und in die Jahre gekommen, dabei kann man hier so schöne Muster entwickeln und eine wundervolle Oberfläche gestalten. Ich liebe es alte Techniken wie Smoken oder Sticken auf eine neue, moderne Art umzusetzen und schlichter Kleidung so das gewisse Etwas zu geben. Das Kleid hat etwas Lebendiges, da es zu einem großen Teil unkontrolliert fällt. Ich war sehr zufrieden mit dem Ergebnis und wagte es, das Kleid in die Votingrunde zu stellen. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich in die engere Auswahl komme, da ich mich nicht getraut habe extrem viel Werbung für mich zu machen. Aber vermutlich hat das Kleid für sich gesprochen und meine Stimmen haben zum Glück gereicht. Unter den Top 20 wurden dann von dem Burda Style Team die Besten Drei ausgewählt. Dass ich darunter sein sollte, konnte ich kaum fassen! Ich, die sich kaum traute ihre selbst genähte Kleidung zu tragen, sollte mit meinem extravaganten Entwurf weiter gekommen sein? Das war wirklich großartig!

Der Sieger wurde dann in München in einer Live Nähchallange entschieden. Zum Event selbst kann ich sagen, dass alle die ich vom Burda Style Team kennen lernen durfte super freundliche, kreative junge Frauen sind. Dagmar Bily war dann nochmal ein kleines Highlight, da ich mit der Burda doch einiges verbinde. Sie ist eine sehr charmante, offene Frau und man konnte sehr offen und unverkrampft mit ihr reden. Außerdem gab es wundervolles Essen und alles war perfekt organisiert! (:
Nun zum Wettbewerb selbst: die Kleider der Anderen Finalistinnen waren in meinen Augen deutlich zeitaufwendiger, daher vermutete ich,
dass sie hier die Nase vorne haben würden. Doch bei der Nähchallenge hatte ich einen klaren Vorteil: meine Routine.
Wenn ich eins kann, dann ist das schnell nähen!
Ich hätte trotzdem nicht gedacht, dass man eine Clutch in einer Stunde fertig bekommt, mit Zuschnitt, Lederstreifen aufnähen und Reißverschluss einarbeiten.
Ich war also auch sehr aufgeregt und die Tatsache an einer Nähmaschine zu sitzen, die man nicht kennt, hat die Aufregung nicht besser gemacht. Man hat eben doch an der eigenen Nähmaschine die Griffe wie Rückwärts nähen schon perfekt verinnerlicht, dass man gar nicht mehr darüber nachdenken muss. Das war also auch nochmal eine erhöhte Schwierigkeit.
Doch war ich letzt endlich am Schnellsten fertig und konnte zusätzlich zu den verlangten Streifen noch meine Initialien auf die Tasche nähen.
Das hat mir wohl auch einen großen Vorteil verschafft.  Man hat anfangs gar nicht groß an Designänderungen gedacht!
Im Kopf hatte ich nur den Gedanken „du musst das irgendwie in der Stunde schaffen!“
und als ich dann gemerkt habe, dass ich gut in der Zeit liege, konnte ich anfangen etwas kreativer an die Sache zu gehen.
So wurde ich tatsächlich zur Siegerin gekührt und habe die Burda Style Reise nach Südfrankreich gewonnen!
Dass ich eigentlich „nur“ die Nähmaschine haben wollte, war in dem Moment dann wirklich vergessen
und ich habe mich sehr über den Gewinn gefreut, wie ich gleich nachdem ich nach Hause kam hier zeige:

hier findet ihr auch einen Nachbericht der Burda selbst.

und hier gibt es einen kurzen Film vom Burda Style Team zum Tag:

fertig mit der Welt: aber glücklich!

Fachsimpeln mit der Vorsitzende des Landesverbands des Maßschneiderhandwerks Gabriele Albert-Wurst.

Ja so sieht eine Jessy nach einer Stunde Akkord Nähen aus! Fertig ist das Prachtstück!

Der Designer Dimitri Panagiotopoulos wirft einen kritischen Blick auf meine Arbeit: auch er war sehr sympatisch!

Die tolle Dagmar Bily macht sich extra kleiner, damit ich nicht wie ein Zwerg aussehe! (: So sympatisch!

wir drei Finalistinnen: Nine von Delari, ich und Julia von Juliajamei mit der Jury

Hier möchte ich mich nochmal ganz herlich beim Burda Style Team bedanken!
Das Event und die Nähreise waren einfach eine tolle Erfahrung!

Was ich daraus auf jeden Fall mitgenommen habe, ist mehr an mich zu glauben!
Ich hätte niemals gedacht, dass ich unter die Top 3 komme und nach München eingeladen werde
und noch weniger hätte ich gedacht, dass ich dort gewinne.
Also glaubt an euch und selbst wenn es nicht so weit geklappt hätte,
hätte ich auch viel gelernt und das ist ja immer das Wichtigste!

Bleib mir schön kreativ und vergiss nicht:

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

3 Comments

  1. Eva

    Hi Jessica, ich bin über die Initiative Handarbeit auf dich und deine Arbeit gestoßen und bin sehr begeistert.
    Du machst einfach tolle Sachen und bist dazu noch super sympathisch.

    Ich bedanke mich herzlich für die tollen Schnitte, die du uns zur Verfügung gestellt hast.
    Das Kleid Pecher ist bisher mein Favorit, aber auch Zuzu und Madylon werde ich noch nähen.
    Ich wünsche dir alles Gute und freue mich, in Zukunft mehr von dir und deiner Arbeit zu hören.
    Herzliche Grüße, Eva

  2. Pingback: DIY MODE | Stoffsüchtig #6

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*